U-Haft in Völklingen aufgehoben: Verdächtiger frei
- Der Tatverdächtige sitzt nicht mehr in U-Haft. (Archivbild)
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Völklingen. Für die Menschen in Völklingen bleibt der Fall nach der tödlichen Explosion in einer Unterführung weiter offen: Der 45 Jahre alte Tatverdächtige ist nicht mehr in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen den Beschuldigten sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken auf Anfrage mit. Zuerst hatte der SR berichtet.
Warum der Haftbefehl aufgehoben wurde
Der Beschuldigte stehe nach „sehr umfangreichen Ermittlungen“ weiterhin unter Verdacht. Für Untersuchungshaft reicht das nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit aber nicht mehr aus. Die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht steigen mit der Dauer der Ermittlungen. Diese Voraussetzung sei nicht mehr erfüllt.
Zentrale Frage bleibt ungeklärt
Offen ist nach Angaben der Behörde weiter, wie der Beschuldigte dem 32 Jahre alten Opfer den Sprengsatz zukommen ließ. Der Tatverdächtige und das Opfer kannten sich laut früheren Angaben der Staatsanwaltschaft.
Der 32-Jährige soll das Paket zunächst an einer uneinsehbaren Stelle nahe der Unterführung abgelegt haben. Anschließend soll er es in der Annahme geöffnet haben, es enthalte Betäubungsmittel. Danach soll es zur Explosion gekommen sein. Ein Mensch starb, vier weitere wurden verletzt.
Die Untersuchungen zum verwendeten Sprengstoff und die weiteren Ermittlungen dauern an. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |