Großbrand in Schiffweiler: Dachstuhl stürzt teilweise ein
- Nach einem Garagenbrand griff das Feuer in Schiffweiler auf den Dachstuhl eines Wohnhauses über. Mehr als 120 Einsatzkräfte verhinderten laut Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald.
- Foto: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen
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Schiffweiler. Am Donnerstag, 16. Juli, ist es gegen 11.43 Uhr in der Gemeinde Schiffweiler zu einem Großbrand gekommen. Zunächst war die Feuerwehr zu einem Garagenbrand mit Gefahr für ein angrenzendes Wohnhaus alarmiert worden. Schon auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule zu sehen. Als die ersten Kräfte eintrafen, hatte sich das Feuer bereits auf den Dachstuhl des Hauses ausgebreitet.<br><br>Wie der Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen berichtet, unterstützte eine zufällig in der Nähe befindliche Streife der Bundespolizei die Evakuierung des Gebäudes. Nachdem feststand, dass sich keine Menschen mehr in Gefahr befanden, konzentrierte sich die Feuerwehr auf die Brandbekämpfung. Der Löschangriff lief von mehreren Seiten unter schwerem Atemschutz. Wegen der schnellen Ausbreitung wurden weitere Löschbezirke der Feuerwehr Schiffweiler sowie die Drehleiter aus Illingen nachalarmiert.<br><br>Da die Flammen auf einen angrenzenden Wald überzugreifen drohten, richteten die Einsatzkräfte über einen Dachmonitor eine Riegelstellung ein. So sollte eine Ausbreitung verhindert werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde zudem eine Bevölkerungswarnung ausgelöst. Der Gerätewagen Atemschutz aus Neunkirchen und eine Teileinheit der Feuerwehr Ottweiler unterstützten den Einsatz. Während der Arbeiten waren die Itzenplitzstraße und die Wemmetsweilerstraße voll gesperrt, außerdem wurde die Stromversorgung im betroffenen Bereich vorsorglich abgeschaltet.<br><br>Im weiteren Verlauf stürzte ein Teil des Dachstuhls ein. Aus Sicherheitsgründen konnte danach nicht mehr im Gebäude gelöscht werden, die Feuerwehr arbeitete nur noch von außen. Zur Einschätzung der Statik wurden die Untere Bauaufsicht und ein Baufachberater des THW Illingen hinzugezogen. Während des laufenden Einsatzes übernahm die Feuerwehr Merchweiler den Brandschutz im Gemeindegebiet.<br><br>Insgesamt waren laut Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, THW, Bundespolizei, Ordnungsamt und Bauhof vor Ort. Sechs Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen und wurden medizinisch versorgt. Das Wohnhaus ist wegen der schweren Schäden unbewohnbar, die Bewohner wurden durch die Gemeinde untergebracht. Gegen 18 Uhr war der Einsatz beendet. Anwohner unterstützten die Kräfte während der stundenlangen Löscharbeiten mit Getränken, Essen, Sitzgelegenheiten und kalten Tüchern.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |