Betrugswelle im Saarland: Polizei warnt vor Schockanrufen
- Die Polizei Saarland warnt vor einer aktuellen Welle von Schockanrufen und Telefonbetrug. Seit Freitagvormittag gab es landesweit mehr als 30 Versuche, im Landkreis Saarlouis wurde bereits ein Schaden im unteren fünfstelligen Bereich verursacht.
- Foto: Landespolizeidirektion Saarland
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Saarbrücken. Am Freitag, 10. Juli, hat die Polizei Saarland seit dem Vormittag landesweit mehr als 30 Betrugsversuche durch sogenannte Schockanrufe und falsche Polizeibeamte registriert. Wie die Landespolizeidirektion Saarland berichtet, liegt der Schwerpunkt derzeit im Landkreis Saarlouis. Dort kam es auch bereits zu einem vollendeten Fall, bei dem Wertgegenstände im unteren fünfstelligen Bereich übergeben wurden.
Bei der Masche geben sich die Anrufer etwa als Polizeibeamte aus. Sie behaupten, Kinder oder Enkelkinder hätten einen schweren Unfall verursacht und säßen nun in Haft. Den Schockmoment nutzen die Täter aus und fordern anschließend eine angebliche Kaution, damit die vermeintliche Haft abgewendet wird.
Die Landespolizeidirektion Saarland warnt eindringlich vor diesen Anrufen. Die Polizei nimmt weder Bargeld noch Wertgegenstände entgegen. Wer am Telefon unter Druck gesetzt wird oder Geld, Schmuck oder andere Wertsachen übergeben soll, sollte sofort auflegen. Betroffene sollten Angehörige oder eine Vertrauensperson kontaktieren und die Polizei unter der bekannten Nummer oder über den Notruf 110 informieren. Außerdem rät die Polizei, am Telefon keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen zu machen und niemals Geld an unbekannte Personen oder Konten zu übergeben.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |