„Schindlers Werk und Leistung – Aufarbeitung im Nachgang“
- Eindrucksvolle Veranstaltung in der IGS Rockenhausen
- Foto: Dirk Melzer/gratis
- hochgeladen von Ralf Vester
Rockenhausen. Ende September fand in der IGS Rockenhausen die Veranstaltung mit dem Titel „Schindlers Werk und Leistung – Aufarbeitung im Nachgang“ statt. Die Referentin war Erika Rosenberg-Band, die Biografin von Oskar und Emilie Schindler. Rosenberg-Band wurde 1951 in Argentinien geboren, arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin und hat sich intensiv mit dem Leben der Schindlers auseinandergesetzt. Ihre Eltern waren deutsche Juden, die 1936 vor der nationalsozialistischen Verfolgung zunächst nach Paraguay und später nach Argentinien flohen. 1990 lernte Erika Rosenberg Emilie Schindler persönlich kennen und wurde zu einer engen Vertrauten und schließlich auch Erbin von Emilie Schindler.
Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, sich auf vielfältige Weise mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Ein wesentlicher Bestandteil war, dass wir selbst kurze Vorträge zu unterschiedlichen Themen vorbereiteten und präsentierten. Dies geschah mit Hilfe von Originalmaterial, das Erika Rosenberg zur Verfügung stellte. Diese Materialien boten einen reellen Einblick und machten die Vorbereitung besonders spannend. Dadurch wurden viele Aspekte des Themas beleuchtet – von historischen Hintergründen bis hin zu persönlichen Einblicken in das Leben der Schindlers. Dabei ging es nicht nur um Herrn und Frau Schindler, sondern auch um Amon Goeth, Hintergründe zu dem Film „Schindlers Liste“ und um Juden, die in der Fabrik von Oskar Schindler arbeiteten.
Darüber hinaus gab es zahlreiche Möglichkeiten für Fragen an die Referentin. Erika Rosenberg-Band beantwortete diese sehr offen und ging auch auf Informationen ein, die sie persönlich von Emilie Schindler bekommen hatte. Somit erhielten wir Informationen, die nicht im Internet stehen und die in dem Film rund um Oskar Schindler vernachlässigt wurden.
Insgesamt zeichnete sich die Veranstaltung durch eine sehr interaktive und lebendige Arbeitsweise aus. Sie bot nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch die Chance, sich aktiv einzubringen, eigene Fragen zu stellen und im Gespräch zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten eine besondere Erfahrung. Vor allem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch persönliche Eindrücke der Referentin zu hören, machte den Tag zu einer wertvollen und nachhaltig wirkenden Begegnung. red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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