Kriegsfeld
Bundesvorsitzender Felix Banaszak im Donnersbergkreis: Demokratie stärken, Jugendarbeit sichern, rechte Unterwanderung verhindern
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Kriegsfeld, 12.03.2026 – Im Rahmen des Besuchs in Kriegsfeld stand der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Felix Banaszak, im Austausch mit kommunalpolitisch und zivilgesellschaftlich engagierten Menschen aus der Region. Im Mittelpunkt standen die Stärkung der Demokratie im ländlichen Raum, die Bedeutung verlässlicher Kinder- und Jugendarbeit sowie der entschlossene Umgang mit rechten Einflussversuchen.
Zu Beginn stellte Verbandsbürgermeisterin Sabine Wienpahl die Ausstellung „Zeig dein Gesicht für die Demokratie“ von Fotograf Thomas Brenner vor. Deutlich wurde, dass ein demokratisches Miteinander und sozialer Zusammenhalt nicht selbstverständlich sind, sondern vor Ort aktiv von Menschen geschützt und gefördert werden muss.
Ortsbürgermeisterin Angi Brabänder präsentierte anschließend die vielfältigen Aktivitäten in der Ortsgemeinde Kriegsfeld. Dazu zählen insbesondere die Nachwuchsarbeit in den Vereinen, Seniorenarbeit, der Jugendraum sowie die Dorfmoderation. Diese Angebote zeigen, wie wichtig lebendige Begegnungsorte und soziale Teilhabe für den Zusammenhalt in einer Gemeinde sind. Das geht aber nur mit den nötigen finanziellen Mitteln. Außerdem spielt die Zusammenarbeit mit den Nachbarorten eine immer größere Bedeutung.
Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt lag auf der offenen und außerschulischen Jugendarbeit. Lisett Stuppy betonte, dass jungen Menschen in der Region echte Perspektiven eröffnet werden müssen, damit sie in der Region bleiben. Demokratie braucht Beteiligung, und Beteiligung braucht Räume, Unterstützung und Vertrauen. Das fehle oft und müsse politisch viel stärker eingefordert werden.
Auch Annika Weinsheimer hob die besondere Bedeutung junger Menschen für die demokratische Zukunft hervor. Es braucht professionelle Jugendarbeit vor Ort, verlässliche Förderprogramme und echte Ermöglichungsräume, in denen junge Menschen Selbstwirksamkeit erleben können. Kommunen hätten hier nicht nur eine politische, sondern auch eine klare gesellschaftliche Verantwortung, so die Jugendreferentin.
Mit großer Sorge wurde im Gespräch die zunehmende Aktivität rechter Gruppen in der Region thematisiert. Sara Pasuki berichtet, dass die AfD und ihr nahestehende Kreise versuchen, soziale und kulturelle Angebote zu nutzen, um Anschluss vor Ort zu finden und Strukturen zu unterwandern. Genannt wurden in diesem Zusammenhang Formate und Treffpunkte in der Nordpfalz, gesellige Abende sowie niedrigschwellige Angebote, mit denen Nähe hergestellt werden soll. Die Grüne Jugend setzt sich seit Jahren für Demokratie ein und organisiert Demonstrationen für Vielfalt & Menschenrechte. Denn gerade dort, wo Jugendarbeit, Gemeinschaft und Unterstützung gebraucht werden, dürfe rechten Akteuren kein Raum überlassen werden, fordert sie.
Die Teilnehmenden betonten, dass sie diese Entwicklungen wachsam beobachten und ihnen entschieden entgegenwirken. Ziel sei es, frühzeitig zu reagieren und demokratische Strukturen wirksam zu schützen.
Am Rande des Treffens wurde zudem ein praktisches Problem unmittelbar sichtbar: Der mangelhafte Handyempfang in der Region war auch an diesem Tag direkt spürbar. Gerade im ländlichen Raum zeigt sich daran, dass gleichwertige Lebensverhältnisse auch eine verlässliche digitale Infrastruktur voraussetzen.
Felix Banaszak machte deutlich: Demokratie lebt vom Engagement vor Ort – in Gemeinden, Jugendräumen, Vereinen und Initiativen. Wer junge Menschen beteiligt, soziale Orte stärkt und klare Haltung gegen Rechts zeigt, leistet einen entscheidenden Beitrag für eine offene und solidarische Gesellschaft. Es ist wichtig als Mensch in der Politik zu sagen, wofür er oder sie steht und gleichzeitig klare Kante gegenüber Anti-Demokraten zu zeigen. Dafür stehe er und seine Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Autor:Mirco Faller aus Rockenhausen |
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