BriMel unterwegs
„Irischer Abend“ im Römerhaus
- Irish-Folk-Band FLEADH
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Altrip. Am 2. Mai fand im Römerhaus, dem ältesten Hause Altrips, ein ganz besonderer Abend statt und verwandelte sich in ein Irish Pub mit Guiness, Irish Stew (vegan oder mit Rindfleisch) und Whisky-Tasting. Die traditionelle Musik hierzu lieferte über den Abend die regionale Band „FLEADH“. Die Organisation hatten das Kulturforum Altrip e.V. und der Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. übernommen und mit der Band eine der besten irischen Folkbands Deutschland mit vielen Auszeichnungen und „Platten“ gewinnen können.
Pressetext: Seit 2010 ist „FLEADH“ (gesprochen Flaa) regelmäßig beim Deutschen Rock- und Pop-Preis erfolgreich. 2023 wurde die Band erneut mit den ersten Plätzen in den Kategorien "Bestes Album internationaler Weltmusik", "Bester Folk-Rock-Song" und "Bestes Arrangement" ausgezeichnet. Mit ihrer ganz eigenen Art von Crossover-Folk zwischen Tradition und Moderne brachten „FLEADH“ den Sound der grünen Insel auf die Bühne.
Die Band Fleadh beherrscht ihre Instrumente virtuos und spielt Irish Folk mit einer Leichtigkeit und Eleganz, die der Tradition neue Flügel verleiht. Sie scheuen sich nicht, Stücke zu drehen und zu wenden, wie bei einem Testflug, um ungeahnte musikalische Höhen zu erreichen. Im Publikum entsteht eine mitreißende Dynamik, die von Tempo, aber auch von Tiefe und Feingefühl geprägt ist. Der Name FLEADH bedeutet im Irisch-Gälischen „Fest“ oder „Party“ und steht in Irland für spontane Sessions und gemeinsames Feiern. Die Musiker vereinen genau dieses Gefühl auf der Bühne und spiegeln den Geist der irischen Musikkultur wider. Ihr Repertoire reicht von irischen Klassikern bis hin zu Songs von Van Morrison, Christy Moore und Luka Bloom sowie Stücken von Florence Reece, Emily Barker und Natalie Merchant. Dennoch bleibt Fleadh keine Coverband: Mit Sängerin und Songwriterin Elke Immik im „Cockpit“ gibt die Band auch gesellschaftskritischen Eigenkompositionen, die Irlands und Amerikas Geschichte und Gegenwart reflektieren, einen festen Platz. Nicht nur durch ihr umfangreiches Instrumentarium – von Fiddle, Banjo und Mandoline über Uilleann Pipes und Whistle bis zu Percussion und Bass – sondern auch durch innovative Arrangements hebt sich Fleadh hervor. Die Plattform „Celtic Rock“ lobt die ausgeklügelten Gitarrenparts und die durchdachten Arrangements, die weit über reine Begleitung hinausgehen.
Mit ihrer preisgekrönten CD „The Cleggan Bay Disaster“ hat die Band auch auf irischen Radiostationen Aufmerksamkeit erregt und damit eine erfolgreiche Clubtour auf der Grünen Insel eingeleitet – eine Richtung, die die irischen Wurzeln der Band bekräftigt. Seit 2010 ist Fleadh regelmäßig beim Deutschen Rock- und Pop-Preis erfolgreich und wurde 2023 erneut ausgezeichnet: als „Beste Folkrock-Sängerin“, „Beste Folkrock-Band“, „Bester Folkrock-Song“ und für das „Beste Arrangement“.
Dieses Wissen musste sich herumgesprochen haben, denn das Römerhaus platzte aus allen Nähten und anstatt 80 Besuchern mussten fast 100 Gäste zusammenrücken. Da das älteste Haus auch nicht so große Räumlichkeiten hat, war das Gedränge zeitweise groß. Dank des schönen Wetters war der idyllische Hof mit Bierbänken prädestiniert für das Konzert. Alles hatte einen grünen Touch von dem grünen Blattwerk der Linde über das grüne Vorzelt bis zur Dekoration mit grünen Blättern.
Die Begrüßung zu diesem besonderen Abend übernahm die charmante Barbara Regelein, die in beiden organisierenden Vereinen ist. Tobias Roth als 1. Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Altrip e.V. (HGV) war an diesem Abend der Zeremonien-Meister für das Whisky-Tasting, erklärte die Unterschiede zwischen schottischem und irischem Whisky und begann sogleich mit der Vorstellung der ersten von vier Whiskysorten, die immer zwischendurch in den Pausen kredenzt wurden. Er erklärte die Platznot mit einer eingetretenen Überbuchung wie auf einem Passagierschiff. Kann ja mal passieren, wenn so hochkarätige Musiker kommen.
Aber dann gab es kein Halten mehr und die Band legte los mit irischen Weisen, zu denen das Publikum begeistert mitging und applaudierte. Man wähnte sich auf der grünen Insel, was ja nicht ganz abwegig ist, denn Altrip liegt ja auch ganz nah am Wasser. Frank Weber, Thomas Gorny, Marcus „Mr. Oakleaf“ Eichenlaub, Uli Dösch (für den verhinderten Daniel Draxler eingesprungen) und Elke Immik zeigten nicht nur ihr Können an ihren verschiedenen Instrumenten, sondern auch was sie gesanglich draufhatten. Es spielte keine Rolle, ob es temporeiche Stücke oder eher ruhigere melancholische Stücke waren, es war alles super abgestimmt. Leider war kein Platz zum Tanzen, denn man spürte förmlich, dass es den Gästen in den Beinen juckte. In der Pause kam man ins Gespräch und so erfuhr man, dass das Originalrezept für Irish Stew aus Lammfleisch zubereitet wird, sie hatten sich aber für Rindfleisch entschieden und ein guter Schluck Guiness ist auch drin. Was für ein wundervoller Abend in diesem Kleinod in „ALTA RIPA“.
Bereits jetzt können Sie sich folgende Termine in 2026 vormerken, nicht, dass Sie zu spät kommen:
13. Juni – Brasilianischer Abend mit Musik und Essen im Römerhaus
05. September – Vernissage mit Ernst Käshammer im Römerhaus
12./13. September – Tag des offenen Denkmals am Regino-Denkmal und im Römerhaus mit Lichtinstallation und Musik
08. November um 11 Uhr – Jazzfrühschoppen im Bürgerhaus Alta Ripa, Ludwigstraße 42
27. November – „In Erwartung“ Weihnachtlich durch Kulturen & Zeiten mit Nicola Polizzano, Paul Reinig und Ernst Käshammer
(mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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