Greifvogelbruten in Bornheim in 2019
Jeder kann etwas für den Artenschutz tun

Junge Schleiereule bei Ludwig Bentz in der Dammheimer Straße in Bornheim
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  • Junge Schleiereule bei Ludwig Bentz in der Dammheimer Straße in Bornheim
  • Foto: Edmund Richter
  • hochgeladen von Karl Dr. Keilen

In einer Zeit, in der der Artenrückgang und das Artensterben zu einem immer größeren Problem wird, ist die Bereitstellung von Brutraum, aber auch das jährliche Artenmonitoring immer wichtiger. Insoweit ein herzliches Dankeschön für die Aufhängung von Eulenkästen an die Bornheimer Kurt Müller und Gerhard Bach, Kirchstraße, an Ludwig Bentz, Dammheimer Straße, Bruno Kneifeld, Hauptstraße sowie die Aktion PfalzStorch mit der Storchenscheune, aber auch für die jährliche Erfassung des Bruterfolgs in diesen Kästen durch Willi und Achim Riehling aus der Wiesenstraße.

Ergebnis 2019: Von den 5 Nistkästen waren der bei Kurt Müller und der in der Storchenscheune ohne Brut. In 2018 gab es bei Kurt Müller eine Schleiereulenbrut mit 6 Jungen, die Storchenscheune war auch schon 2018 nicht belegt.Die einzige Schleiereulenbrut in 2019 gab es bei Ludwig Bentz mit 6 Jungen, in 2018 waren es 7 Junge. Bei Bruno Kneifeld und Gerhard Bach gab es 2019 je eine Turmfalkenbrut mit 5 bzw. 3 Jungen, in 2018 6 bzw. 5 junge Turmfalken. Insgesamt waren es in 2019 6 Schleiereulenjunge in einem, in 2018 13 Schleiereulenjunge in 2 Nestern. Bei den Turmfalken waren es 2019 8 Turmfalkenjunge in 2 Nestern, in 2018 11 Turmfalkenjunge in 2 Nestern.

Im Ergebnis heißt das: Schleiereulen und Turmfalken halten in Bornheim bisher ihren Bestand. Anders sieht es bei den Dohlen und dem Steinkauz aus. Die letzte dokumentierte Dohlenbrut gab es 2016 in der Storchenscheune. Der Steinkauz wird seit mehreren Jahren in der Bornheimer Gemarkung nicht mehr festgestellt.  

Früher wurden immer mehrere Bruten von Waldohreulen gemeldet. Die letzten 3 Jahre wurde in Bornheim keine Brut festgestellt. Insoweit herzlichen Dank an Peter Buchheit für die Fotodokumentation, die belegt, dass es 2019 die Waldohreule in Bornheim immer noch gibt. Für das Überleben der Waldohreule sind alte Bäume, vor allem Nadelbäume mit Krähen- oder Elsternestern wichtig. Denn sie bauen kein eigenes Nest, sondern benutzen verlassene Elstern- bzw. Krähennester zur Brut und Jungenaufzucht. Insoweit ist der Erhalt alter Bäume in der Ortslage ein wichtiger Baustein zum Erhalt der Artenvielfalt.

Für die Meldung von Greifvogel- (Schleiereulen, Waldohreulen, Turmfalken, Bussard, Habicht etc.) und Dohlenestern an Edmund Richter Email: edm.richter@t-online.de ist der Vogelschutzverein Bornheim e.V. dankbar.

Junge Schleiereule bei Ludwig Bentz in der Dammheimer Straße in Bornheim
Waldohreule in der Blutbuche im Anwesen Westerhorstmann, Straße Im Krautgarten in Bornheim
Autor:

Karl Dr. Keilen aus Offenbach

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