Hohes Preisniveau in der Baubranche verteuert das Projekt in Östringen
Mehrkosten beim Ausbau der Nahwärmeversorgung

Ausbau der Nahwärmeversorgung in der Keltergasse
  • Ausbau der Nahwärmeversorgung in der Keltergasse
  • Foto: Wolfgang Braunecker
  • hochgeladen von Jessica Bader

Östringen. Die unverändert brummende Baukonjunktur und die starke Auslastung der Unternehmen für Straßen-, Tief- und Rohrleitungsbau lässt auch die Kosten beim Ausbau des Östringer Nahwärmenetzes in die Höhe schnellen.

Bei der Auftragsvergabe für den ab 2020 anstehenden zweiten Teilabschnitt, der die Leitungsstränge im Umfeld des künftigen Heizhauses am Bildungszentrum sowie die zwischen Leibergplatz und Dinkelbergstraße zu verlegenden Röhren umfasst, musste der Gemeinderat nun gegenüber den ursprünglich kalkulierten Ansätzen eine Steigerung der Aufwendungen um nahezu 360.000 Euro zur Kenntnis nehmen. Die in zwei Losen öffentlich ausgeschriebenen Arbeiten werden nun vom jeweils günstigsten Bieter ausgeführt. Beim Tief- und Straßenbau ging der Zuschlag zum Preis von rund 1,66 Millionen Euro an ein Fachunternehmen aus Waibstadt, die Rohrleitungsarbeiten, für die nur eine einzige gültige Offerte eingegangen war, führt zum Gebot von 288.000 Euro ein Betrieb aus Vaihingen/Enz aus. Die erste Kostenschätzung für die nun beauftragten Arbeiten hatte bei 1,59 Millionen Euro gelegen.

Für den Ausbau des Östringer Nahwärmenetzes in den Bauabschnitten zwei und drei sind insgesamt 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Aufträge über 820.000 Euro sind in diesem Rahmen für den gegenwärtig schon im Bau befindlichen Teilabschnitt des Nahwärmenetzes in der Keltergasse bereits vergeben worden, sodass im Stadtetat für das Projekt gegenwärtig noch nicht in Anspruch genommene Finanzierungsmittel in Höhe von 1,38 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung der nun bewilligten Anschlussaufträge ergibt sich somit eine Überschreitung der im Wirtschaftsplan bereitstehenden Ansätze um rund 568.000 Euro. Wie Stadtkämmerer Dominik Broll bei der Ratsdebatte berichtete, stehen den höheren Ausgaben allerdings auch noch staatliche Fördermittel nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz in Höhe von etwa 250.000 Euro gegenüber. Die dann noch verbleibenden Mehrkosten sind im Haushalt 2020 nachzufinanzieren. br

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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