Wir machen den Wald klimafit
Jungbäume, Steinhaufen und Käferburg suchen helfende Hände
- Schaufeln warten auf helfende Hände.
- Foto: Foto: Isabelle Behret
- hochgeladen von NABU Regionalstelle RLP-Mitte
Wattenheim – Wälder sind weit mehr als Holzlieferanten. Sie speichern CO₂, regulieren den Wasserhaushalt und bieten Lebensraum für unzählige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Doch unsere Wälder stehen unter Druck: durch Klimawandel, Trockenheit, Schädlinge und den Verlust von Lebensräumen. Die vergangenen heißen Monate ohne jeglichen Niederschlag haben den Wald auch im Leiningerland enorm unter Druck gesetzt. Braunes Laub ist seit dem Sommer an vielen Bäumen zu beobachten und weist auf die Trockenschäden hin. In der Nähe von Wattenheim sind auf einer Fläche von einem halbem Hektar alle Kiefern abgestorben. Dort möchte Försterin Isabelle Behret vom Forstzweckverband Jerusalemberg zusammen mit dem NABU Eisenberg/Leiningerland den Umbau des kommunalen Waldes durch das Pflanzen von Jungbäumen beschleunigen.
Schutz für einen faszinierenden Lebensraum
„Wir brauchen jetzt konsequent klimaresiliente Waldökosysteme, die mit den Folgen der Klimakrise besser umgehen können“, sagt Carolin Wazinski aus der NABU-Regionalstelle Rheinland-Pfalz Mitte. Naturnahe und artenreiche Wälder kommen mit zunehmender Dürre und Trockenheit besser zurecht. Sie können auch künftig Wasser speichern, ihre Umgebung kühlen und Holz liefern. Außerdem bieten gesunde Wälder vielen Tieren, Pflanzen und Pilzen Lebensraum und sind für uns Menschen wichtige Orte der Erholung. Viele Waldökosysteme müssen deshalb dringend wiederhergestellt werden, damit sie zukünftig wieder wichtige Funktionen für Mensch und Natur erfüllen können. „Dazu gehören mehr natürliche Waldentwicklung, vielfältige Mischwälder mit heimischen Baumarten, der Schutz alter Wälder und deutlich mehr Raum für natürliche Prozesse“, so Wazinski.
Forstzweckverband und NABU machen mit Bevölkerung den Wald klimafit
Was ist für die gemeinsamen Aktion mit der Bevölkerung geplant? Auf der bisher von Kiefern dominierten Fläche soll sich ein junger Mischwald entwickeln. „Setzlinge von Wildkirsche, Vogelbeere, ein paar Eichen und Wildobst sind denkbar“, sagt Isabelle Behret. Die Försterin möchte die Gelegenheit nutzen, auch für die kleineren Bewohner unseres Kommunalwaldes neuen Lebensraum zu schaffen. Ein Steinhaufen soll als Unterschlupf und Sonnenplatz für Reptilien und Amphibien dienen, auch eine Käferburg kann ganz einfach entstehen. Denn die benötigten Materialien sind natürlicherweise auf der Fläche vorhanden und müssen bloß aufgeschichtet werden. Deswegen freuen wir uns über viele helfende Hände von Groß und Klein, Jung und Alt.
Wann? Samstag, 31. Oktober 2026, 10:00 – etwa 12:00 Uhr
Ort: Die Fläche befindet sich direkt am Parkplatz „Am Wegweiser“ an der L520 zwischen Wattenheim und Carlsberg. Koordinaten: 49.509174,8.026747
Zum Abschluss gibt's eine gemeinsame Vesper. Deswegen bitte vorab bei Isabelle.Behret@wald-rlp.de anmelden. Bitte an Arbeitshandschuhe und stabiles Schuhwerk denken. Gerne auch eigene Hacken, Schaufeln und Handsägen mitbringen.
Autor:NABU Regionalstelle RLP-Mitte aus Kirchheimbolanden |
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