Ansprachen, Musik und Vereinsabordnungen
Gedenken am Volkstrauertag
- Foto: Gemeinde Karlsdorf-Neuthard
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Der Volkstrauertag wird in Karlsdorf-Neuthard mit Gedenkfeiern im jährlichen Wechsel zwischen den Ortsteilen begangen. In diesem Jahr war Karlsdorf an der Reihe, wo auf dem Alten Friedhof viele Besucherinnen und Besucher den Klängen und Worten lauschten.
Der Musikverein Karlsdorf gestaltete die stilvolle Feierstunde musikalisch mit. Vertreten waren Abordnungen der Patenschaftskompanie der Bundeswehr, der Freiwilligen Feuerwehr, Kirchen, Einrichtungen und Ortsvereinen mit Vereinsfahnen.
Auch der neu gewählte Bürgermeister Dr. Gunter Carra, der im Januar sein Amt antreten wird, war dabei.
Bürgermeisterstellvertreter Harald Weschenfelder betonte, dass der Volkstrauertag ein Tag der Trauer um die vielen Millionen Opfer von Krieg und Gewalt zu allen Zeiten sei. Zugleich aber auch ein Tag der Hoffnung und der Zuversicht, dass Frieden und Versöhnung am Ende doch stärker sind als Krieg und Gewalt. Weschfelder weiter: "Die Erinnerungen an die früheren Weltkriege verblassen mehr und mehr. Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die vom Schrecken und der Grausamkeit des Zweiten Weltkriegs noch aus eigenem Erleben berichten können. Der seit bald vier Jahren von Russland mit unvorstellbarer Brutalität in der Ukraine geführte Angriffskrieg zeigt uns in aller Deutlichkeit, dass der Frieden nicht mehr selbstverständlich ist. Bis dahin als vollkommen sicher angesehene Gewissheiten wurden mit einem Mal brüchig. Der Frieden muss immer wieder neu bestätigt, gestärkt und gesichert werden.
Damit ist nicht zwingend Frieden um jeden Preis gemeint. Sondern zur Not auch mit starker Wehrhaftigkeit als Abschreckung nach außen. Verteidigungsfähigkeit ist deshalb wohl ein passenderer Begriff als die viel zitierte Kriegstüchtigkeit, wie ihn so manche Politiker verwenden.
Frieden und Freiheit gehen Hand in Hand. Sie sind es wert, dass wir uns unermüdlich für sie einsetzen.
Der Volkstrauertag und die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind unverzichtbar, um die Erinnerung an die Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft wachzuhalten. Und den Weg zur Versöhnung über den Gräbern zu öffnen.
So soll auch der heutige Volkstrauertag ein starkes und lebendiges Zeichen des Friedens, der Versöhnung und der Zuversicht sein."
Christian Sigwarth vom VdK Ortsverband Karlsdorf betonte, dass dieser Tag der Stille, der Trauer und der tiefen Erinnerung gewidmet sei. Der Sozialverband VdK, gegründet von den Kriegsversehrten, Witwen und Waisen, stehe seit 80 Jahren für Zusammenhalt und Solidarität, für den uneingeschränkten Schutz der Würde jedes einzelnen Menschen – egal welcher Nationalität, welchen Geschlechts, welcher Religion oder Hautfarbe, für Menschen mit Behinderung und ohne. Für den demokratischen und sozialen Rechtstaat und für ein friedliches Europa, für eine friedliche Welt.
"Wir müssen uns alle unermüdlich dafür einsetzen, dass Konflikte friedlich und diplomatisch gelöst werden und keine Waffen zum Einsatz kommen. Wir vom Sozialverband werden hinschauen, wenn Unrecht geschieht. Hass, Hetze und Diskriminierung werden wir entschieden entgegentreten, aufstehen und Nein sagen. Wir werden uns den Menschen zuwenden. Wir stehen zusammen in Solidarität", so Sigwarth.
Zum Abschluss legten die Vertreter von Gemeinde, Gemeinderat, Verbänden und Einrichtungen auch beim Ehrenmal auf dem Alten Neutharder Friedhof eine Gedenkminute ein.
Autor:Thomas Huber, Pressestelle, Gemeindeverwaltung Karlsdorf-Neuthard aus Karlsdorf-Neuthard |
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