Heidelberg warnt: Akkus und Batterien gehören nicht in Rest- und Biomüll
- Alte Batterien und kleine Elektrogeräte gehören in Heidelberg zu den Recyclinghöfen oder in die Rücknahme im Handel, nicht in Rest- oder Biomüll.
Sylvia Hafner, Leiterin der ASZ Heidelberg, zeigte gemeinsam mit Mitarbeitenden verschiedene reale Beispiele für entsorgte Elektrogeräte mit verbauten Lithium-Ionen-Akkus. - Foto: ASZ Heidelberg
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Heidelberg. Ein Akku in der falschen Tonne kann in Heidelberg schnell zum Sicherheitsrisiko werden. Die Stadt hat am Donnerstag, 27. August, in der Abfallentsorgungsanlage erklärt, warum Batterien und Lithium-Ionen-Akkus nie in den Rest- oder Biomüll gehören.
Lithium-Ionen-Akkus stecken heute in vielen Alltagsgeräten. Dazu zählen Smartphones und Powerbanks, aber auch elektrische Zahnbürsten, Kopfhörer, Spielzeug, Werkzeug oder E-Zigaretten. Wenn solche Akkus im Mülltransport oder bei der Verarbeitung beschädigt werden, können sie Brände auslösen.
Wo Heidelberger Elektrokleingeräte abgeben können
Die Stadt nennt als wichtigste Regel: Batterien, Akkus und Elektroaltgeräte entsorgen Bürgerinnen und Bürger niemals über den Rest- oder Biomüll.
Elektrokleingeräte wie Handys, elektrische Zahnbürsten, Toaster oder Wasserkocher nimmt Heidelberg auf den zentralen Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim an. Seit 1. Juli ist eine Annahme von Elektrokleingeräten auf den Recyclinghöfen Emmertsgrund, Handschuhsheim und Ziegelhausen wegen neuer gesetzlicher Anforderungen nicht mehr möglich.
Auch der Einzelhandel nimmt viele Elektrokleingeräte zurück. Verpflichtet sind unter anderem Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern sowie Lebensmittelmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten. Pro Besuch können dort bis zu drei Altgeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern kostenlos abgegeben werden. Ein Neukauf ist dafür nicht erforderlich. Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts können Bürgerinnen und Bürger außerdem entsprechende größere Altgeräte zurückgeben. Seit Anfang 2026 kennzeichnet ein einheitliches Logo die Rücknahmestellen im Handel.
Besonders vorsichtig sollen Menschen mit beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus umgehen. Sie sollen diese nicht weiter benutzen und keinesfalls über den Hausmüll entsorgen. Bei Unsicherheiten können sich Bürgerinnen und Bürger an das Team der Recyclinghöfe wenden.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, geht es bei der getrennten Sammlung nicht nur um Sicherheit. Batterien, Akkus und Elektrogeräte enthalten Rohstoffe, die sich bei fachgerechter Entsorgung zurückgewinnen lassen. Gleichzeitig können Elektroaltgeräte Stoffe enthalten, die bei falscher Entsorgung Umwelt und Grundwasser belasten.
Weitere Informationen zu Recyclinghöfen, Annahmemöglichkeiten und Öffnungszeiten gibt es online unter www.heidelberg.de/abfall.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |