Heidelberg sucht Ehrenamtliche für Besuchspatenschaften gegen Einsamkeit

Heidelberg sucht Ehrenamtliche für Besuchspatenschaften gegen Einsamkeit / Symbolbild | Foto: bestjeroen/stock.adobe.com
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Heidelberg. Jede Woche Zeit für einen Besuch, ein Gespräch oder einen Spaziergang. Genau das will die Stadt mit dem Besuchsdienst ZwischenMenschlich möglich machen. Das Projekt bringt ehrenamtliche Besuchspatenschaften mit hochaltrigen Menschen zusammen, die alleine leben und sich mehr soziale Kontakte wünschen.

Mehr als 8.000 Menschen ab 80 Jahren leben in Heidelberg. Um Einsamkeit im hohen Alter vorzubeugen, vermittelt die Stadt nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren Ehrenamtliche über ZwischenMenschlich. Bei ihrer Sommertour traf Bürgermeisterin Stefanie Jansen ein Paten-Tandem und warb für weitere Engagierte.

Worum es bei Zwischenmenschlich geht und für wen das Angebot ist

Der Besuchsdienst richtet sich an Menschen ab 85 Jahren, die noch selbstständig in Wohnung oder Haus leben. Im Mittelpunkt stehen Gespräche und gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge sowie Café-, Theater- oder Museumsbesuche. Fahrdienste, pflegerische Leistungen oder andere Unterstützungsangebote gehören ausdrücklich nicht zum Konzept. Für Teilnehmende ist das Angebot kostenfrei.

Wie das aussehen kann, zeigt ein Tandem aus Neuenheim und Ziegelhausen. Dorrit Kaufmann, 92, und Sabine Beisel, 62, treffen sich seit Januar 2023 jede Woche. Mittwochs ist ihr fester Termin. Sie gehen spazieren, trinken Kaffee, besuchen Ausstellungen oder machen kleine Ausflüge in der Region.

Kaufmann lebt allein im zweiten Stock eines Hauses ohne Aufzug und bleibt nach eigenen Angaben durch tägliches Treppensteigen in Bewegung. Beisel kam durch einen Zeitungsartikel auf das Angebot und engagiert sich zusätzlich als Lesepatin an einer Grundschule. Aktuell gibt es in Heidelberg 13 Paten-Tandems.

Der Bedarf dürfte weiter steigen. Die Stadt rechnet damit, dass die Zahl hochaltriger Menschen zunimmt, weil die geburtenstarken Jahrgänge älter werden. Gesucht werden Ehrenamtliche, die regelmäßig Zeit für Besuche mitbringen, zuhören können und Interesse an Begegnungen mit hochaltrigen Menschen haben.

Die Stadt unterstützt das Engagement laut Verwaltung durch Schulungen zum Thema Alter und Altern, fachliche Begleitung, Versicherungsschutz und regelmäßige Austauschtreffen.

Interessierte können sich an das Amt für Soziales und Senioren wenden: Antje Maaß unter 06221 58-37420 oder per E-Mail an antje.maass@heidelberg.de. Raphael Kampschröer ist erreichbar unter 06221 58-38645 oder per E-Mail an raphael.kampschroeer@heidelberg.de. Weitere Informationen gibt es online unter www.heidelberg.de/senioren.

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Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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