Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus in Heidelberg starten
- Die Berliner Komikerin und Ärztin Anissa Loucif macht am 1. Juli 2026 im
Kulturzentrum Karlstorbahnhof den Auftakt zu den Aktionswochen gegen
antimuslimischen Rassismus. (Foto: Marina Rosa Weigl) - Foto: Stadt Heidelberg
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Heidelberg. In Heidelberg starten ab Dienstag, 1. Juli, Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus. Das Programm bietet mehrere kostenfreie Veranstaltungen und setzt auf Begegnung, Dialog und Information.
Dialog und Teilhabe im Mittelpunkt
Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, beteiligt sich die Stadt auch in diesem Jahr an den bundesweiten Aktionswochen rund um den internationalen Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli. Entwickelt wurde das Programm gemeinsam mit dem Heidelberger Migrationsbeirat und dem Runden Tisch gegen Rassismus.
Bürgermeisterin Stefanie Jansen betont die Bedeutung des persönlichen Austauschs. Muslimisches Leben präge Heidelberg in Gemeinden, Vereinen und Initiativen. Begegnungen stärkten den Zusammenhalt und bauten Vorurteile ab.
Hintergrund und aktuelle Zahlen
Die Aktionswochen setzen ein Zeichen für Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die CLAIM Allianz gegen Islam und Muslimfeindlichkeit dokumentierte für das Jahr 2024 bundesweit 3080 antimuslimische Vorfälle. Betroffen sind viele Lebensbereiche des Alltags.
Das Programm der Aktionswochen
- Mittwoch, 1. Juli Aktionstag im Karlstorbahnhof mit der Berliner Komikerin und Ärztin Anissa Loucif. Im Anschluss folgt ein Podiumsgespräch zu Rassismus, Rechtsextremismus und Resilienz.
- Sonntag, 5. Juli, 12 Uhr Führung durch die Yavuz Sultan Selim Moschee mit Einblicken in muslimischen Alltag und Gemeindeleben.
- Samstag, 11. Juli, 18 Uhr Poetry Format „çay & poetry“ im Restaurant Yalla am Kurpfalzring mit jungen muslimischen Künstlerinnen und Künstlern.
- Freitag, 17. Juli, ab 18 Uhr Filmvorführung „To make a stranger your own“ im Karlstorkino mit anschließendem Regiegespräch.
Engagement vieler Initiativen
Getragen werden die Aktionswochen von zahlreichen Gemeinden, Vereinen und Initiativen aus Heidelberg. Dazu zählen unter anderem muslimische Gemeinden, Kulturvereine und Bildungseinrichtungen. Gefördert wird das Programm durch das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Weitere Informationen und Anmeldungen stehen online bei der Muslimischen Akademie Heidelberg zur Verfügung.
Der 1. Juli erinnert an den Mord an Marwa El Sherbini im Jahr 2009. Der Gedenktag steht seither für das Eintreten für eine demokratische, solidarische und multireligiöse Gesellschaft.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |