Höchste Auszeichnung des Bezirksverbands
Pfälzer Löwe für Theo Wieder

Ehrung mit dem Pfälzer Löwen: Bezirkstagsvorsitzender Hans-Ulrich (rechts) Ihlenfeld und Theo Wieder | Foto: Agentur view, Reiner Voß/Bezirksverband/gratis
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  • Ehrung mit dem Pfälzer Löwen: Bezirkstagsvorsitzender Hans-Ulrich (rechts) Ihlenfeld und Theo Wieder
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Hambacher Schloss. „Der Bezirksverband Pfalz ehrt seinen langjährigen Vorsitzenden mit seiner höchste Auszeichnung, dem Pfälzer Löwen“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Hans-Ulrich Ihlenfeld in einer Feierstunde für Theo Wieder im voll besetzten Festsaal des Hambacher Schlosses, „der Wiege der deutschen Demokratie“. Er dankte ihm „für seine Impulse, seinen Fleiß und sein nie enden wollendes Engagement“. Der Bezirkstag Pfalz sei über 200 Jahre alt. Er wirke für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunen der Pfalz. Theo Wieder habe sich immer davon leiten lassen, dass unser Gemeinwesen am besten in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat blühen könne. Die Ehrung mit dem Pfälzer Löwen, eine Bronzebüste von Gernot Rumpf, sei ein starkes Zeichen. „Theo Wieder hat sich herausragende Verdienste um die Pfalz erworben.“

Dr. Bernhard Matheis, CDU-Fraktionsvorsitzender im Bezirkstag Pfalz, sagte, Theo Wieder sei ein „empathischer und engagierter Bezirkstagsvorsitzender“ gewesen. Nach einer beachtlichen juristischen Karriere habe er sich für die Kommunalpolitik entschieden, da er hierin mehr Gestaltungsmöglichkeiten gesehen habe. Er sei prädestiniert gewesen, die Menschen in seiner Heimat zu verstehen und das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Frankenthal und des Bezirkstagsvorsitzenden zu übernehmen. Er hatte sogar ein Gedicht auf den Geehrten geschrieben. Der neue Bezirkstagsvorsitzende könne sich auf die hohe Kompetenz der Zentralverwaltung des Bezirksverbands Pfalz stützen. Als „Gemischtwarenladen“ würde man intern den Bezirksverband Pfalz bezeichnen, verriet Katja Kölzer, Direktorin der Zentralverwaltung in Kaiserslautern. Sie würdigte den Menschen Theo Wieder in ihrer Rede, die mit Auszügen klassischer Musikstücke gespickt war. Er habe eine „unglaubliche Präsens und er kann zuhören“. Sie beschrieb ihn als „ideenreich, sucht den Ausgleich, war vermittelnd, stand wie ein Fels in der Brandung, wenn’s stürmisch zuging“. „Er war für jeden von uns Freund und starker Partner.“ Er habe auch schelmisch sein und mit Kniffs agieren können. Und er sei beharrlich gewesen und habe auf alles eine Antwort gewusst. „Sein Rat war immer gut und hilfreich.“

Für Theo Wieder und seine Gäste war sein Laudator Prof. Dr. Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, eine Überraschung. Dieser verwies auf Wieders „vielgestaltiges, nachhaltiges und erfolgreiches Wirken“. Er sei mehr als 30 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv gewesen, „was mehr ist als ein Drittel unseres Grundgesetzes, das in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden ist“. Harbarth blickte zurück auf die Geschichte: In den 1830er Jahren sei der Wunsch nach Veränderung groß gewesen. Das Hambacher Fest und die Farben Schwarz-Rot-Gold seien Symbole eines vereinten und freiheitlichen Deutschlands. 1848 sei sie stärkste Revolution losgebrochen; unser Grundgesetz würde in der Tradition der Frankfurter Reichsverfassung stehen. Diese erste gesamtdeutsche Verfassung sei unser kulturelles Erbe. Nach Höhen und Tiefen habe man sie erst sieben Jahrzehnte später, also 1919, wiedereinsetzen können. Und erst nach der Unrechtsherrschaft der Nazis würde sie nun gelten. Doch die Geschichte zeige, „wie fragil unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist“. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hätten uns ein gutes Rüstzeug an die Hand gegeben, indem sie eine Ewigkeitsgarantie eingebaut hätten, das heiße, dass einige Bestimmungen niemals aufgehoben werden könnten. Neben der Gewaltenteilung sehe das Grundgesetz die Zuständigkeitsteilung von Bund und Ländern vor, und er hob in diesem Zusammenhang die kommunale Selbstverwaltung hervor, die im Grundgesetz verbürgt sei. Es sei festgelegt, dass die Gemeinden eine Verwaltung und Aufgaben haben müssten. „In Theo Wieders Leben spiegeln sich drei Jahrzehnte Wirken“, so Harbarth. Er besitze die Fähigkeit zur seriösen und kommunikativen Vermittlung. Als Bezirkstagsvorsitzender habe er mit Fingerspitzengefühl die Interessen der Kommunen und des Landes austarieren können. Das persönliche Gespräch sei ihm immer ein Anliegen gewesen. Er habe unzählige Projekte angestoßen und vorangetrieben.

Es sei eine große Ehre für ihn, sagte Theo Wieder, „dass Sie alle gekommen sind, um an meiner Würdigung teilzunehmen“. Alle Beiträge hätten ihn „völlig überrascht und tief bewegt“. Dem Bezirkstag Pfalz dankte er für seine Entscheidung und seinem Laudator für seine Worte zur kommunalen Selbstverwaltung. „Die Pfalz lag mir in all meinem Tun immer am Herzen“, bekannte Wieder. Er habe das große Glück gehabt, stets eine Tätigkeit auszuüben, die ihm Hobby und Beruf zugleich gewesen sei. Er wünschte sich für unser Land Vielfalt, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, und von allen staatlichen Ebenen mehr politische und gesellschaftliche Bildung, um Anfeindungen und Versuchungen totalitärer Bestrebungen entgegenzuwirken. Für den Bezirksverband Pfalz wünschte er sich „Gestaltungswille und -kraft zur Weiterentwicklung unserer Einrichtungen“ und von der Aufsichtsbehörde des Bezirksverbands Pfalz, dass sie diesen Gestaltungswillen fördere. Er verwies auf Alexander Schweitzer, der gesagt hatte: „Wenn es den Bezirksverband Pfalz nicht gebe, man müsste ihn erfinden.“ Das Publikum zollte Wieder Standing Ovations. Charmant führte Tanja Hermann vom Bezirksverband Pfalz durch die Matinee, die mit kurzweiligen und amüsanten musikalischen und literarischen Beiträgen vom Pfalztheater Kaiserslautern, dem Chawweruschtheater und dem Frankenthaler Männerchor gestaltet wurde. red

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Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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