Personal + Führung
Thomas Fedrow: Personalentwicklung unter Berücksichtigung finanzieller, demographischer und kommunaler Trends

Personalentwicklung ist Basis des Veränderungsprozesses

Der öffentliche Dienst – insbesondere die Kommunen - beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen in unterschiedlichen Berufen, Statusgruppen und Hierarchiestufen. „Mann und Frau“ denken und reagieren zuweilen unterschiedlich. Alle arbeiten oft an der gleichen Dienstleistung, um die „Produkte Ihrer Behörde“ für die Kunden auf hohem Niveau zu halten; die Kostenkenntnis für das Endprodukt bleibt noch zu oft außen vor. Konkrete Personalentwicklung im Veränderungsprozess tut daher nach wie vor Not und ist ein Dauerbrenner.
von Thomas Fedrow

Übergreifend ist heute Konsens, dass Deutschland tief in einer Strukturkrise steckt, die gewohnte Standards in allen Lebensbereichen nachhaltig verändern wird. Auch bisher „Gewohntes“ bei den Kommunen wird verschwinden und muss ggf. durch geeignete Leistungs- und Qualitäts-Standards ersetzt werden. Drohender Personalabbau im Zeichen eines überalterten Personalbestandes wird dabei „aufzufangen sein“. Es bedarf einer Personalpolitik je nach Lebens- und Arbeitsphase der Beschäftigten. Der Verwaltungsreform kommt hierbei eine besondere Rolle zu, denn sie ist der Schlüssel, um vorhandene Sparpotentiale zu erkennen und die Verwaltung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu führen.

Der Veränderungsprozess durch die Verwaltungsreform betrifft drei Ebenen:

A) Organisationsentwicklung – indem Strukturen und Prozesse auf den Stand der Technik gebracht werden.
B) Kulturentwicklung – indem Werte und Normen und deren tatsächliches Leben in der Praxis „gespürt werden“.
C) Personalentwicklung - indem das Personal dazu befähigt wird, zielgerichtet und serviceorientiert alle Dienstleistungen optimal ausführen zu können.
Mancher mag den Sinn und Zweck geordneter Personalentwicklung aus der eigenen Warte(-haltung) des operativen Handelns nicht erkennen.

Reinhard Mohn, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Bertelsmann-Konzerns, hat vor einigen Jahren festgestellt, dass sich die öffentliche Verwaltung nicht nur in einer finanziellen, sondern insbesondere in einer Identitätskrise befindet.

Identität ist hier in doppeltem Sinn zu verstehen, und zwar einmal die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrer „Servicestelle“ und zum anderen die Identifizierung der Beschäftigten des „Dienstleistungsbetriebs“ mit ihrer Arbeit. Um in beiden
Bereichen zu notwendigen Verbesserungen zu kommen, ist eine konzeptionelle Personalentwicklung zwingend erforderlich. Sie birgt jedoch unmittelbare Gefahren für den Betriebsfrieden. Dem ist entgegenzuwirken. Die Antwort auf die Fragen und Zweifel lautet aus strategischer Sicht:

Die konkrete Personalentwicklung unter Berücksichtigung finanzieller, demographischer wie kommunaler Trends war noch nie so dringend erforderlich wie heute. Die Personalentwicklung der öffentlichen Hand aber auch größerer privater Dienstleistungsunternehmen muss demnach die Voraussetzungen schaffen für eine Gesamtstrategie zur

- Bewältigung (kommunaler) Trends wie Demographischer Wandel, Veränderung traditioneller Arbeitstugenden, Technologiesprung unter deutlicher schlechter Finanzausstattung und
notwendig anstehenden Verwaltungsreform im 21. Jahrhundert.

Was ist Personalentwicklung?

Personalentwicklung bezeichnet einen Entwicklungsprozess, der darauf gerichtet ist, das Leistungs- und Lernpotenzial von Beschäftigten zu erkennen, zu erhalten und in Abstimmung mit den modernen Verwaltungsanforderungen verwendungs- und entwicklungsbezogen zu fördern.

Ende Teil I. Teil II folgt.

Autor:

Thomas Fedrow aus Ettlingen

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