TV Hochdorf
Was war das für ein Jahr ... Teil 1

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Der Nachwuchs des TV Hochdorf kann auf eine äußerst erfolgreiche Saison 2018/2019 zurückblicken. Den größten Erfolg feierte dabei mit Sicherheit die mB1-Jugend mit der Meisterschaft in der Oberliga RPS und dem Sieg im Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft.

Die damit verbundene Qualifikation für die A-Jugendbundesliga im nächsten Jahr, ist der verdiente Lohn der Arbeit der letzten 5 Jahre. Wir hatten diesen Traum bereits früh in unseren Köpfen und konnten uns diesen am Ende auch erfüllen, so Jugendkoordinator und Trainer Dreyer. Die Spiele im Viertelfinale gegen den DhfK Leipzig, einer der besten Jugendmannschaften Deutschlands, war daher nicht nur ein Highlight für die Jungbiber, sondern bereits ein Vorgeschmack auf den Handball, der die Hochdorfer A-Jugend im nächsten Jahr erwartet. Zum Erfolg beigetragen haben dabei aus Sicht des Trainerduos Nik Dreyer/Björn Friedrich zwei Ereignisse. Gemeint sind damit das Trainingslager in Dahn und das Teamwochenende mit Kanutour und Zelten während der Saisonvorbereitung. Hier haben die Jungs eine besondere Mentalität entwickelt, die davon geprägt ist, immer an sich zu Glauben und als Einheit bestehen zu wollen, so Friedrich. Mit den beiden Eigenschaften Kampfgeist und Teamgeist sind die Jungs der mB1-Jugend der Saison 2018/2019 ein Vorbild für alle Nachwuchsmannschaften des TV Hochdorf. Mit diesen Jungs hat meine Zeit vor fünf Jahren in Hochdorf begonnen, dass ich diesen Erfolg mit dieser Mannschaft feiern kann, bedeutet mir von daher besonders viel, betonte Dreyer nach den Spielen immer wieder.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die neu formierte mB2-Jugend eine Saison mit mehr Tiefen als Höhen erlebte. Die Mannschaft ging in der Pfalzliga an den Start und bestand zum größten Teil aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 2003. Als Ziel setzte man sich nicht einen Tabellenplatz, sondern eine Weiterentwicklung, die es dem Jahrgang erlaubt im folgenden Jahr eine gute Rolle in der Oberliga RPS spielen zu können. Während der Saison mussten dann einige Verletzungen und andere Herausforderungen gemeistert werden, kombiniert mit einem negativen Lauf konnte diese Entwicklung dann auch nicht am Tabellenplatz ausgemacht werden. Dennoch entwickelte sich die Mannschaft kontinuierlich weiter. Im Angriffsspiel griffen die Kooperationen zwischen den einzelnen Positionen immer besser, der Ball lief viel flüssiger durch die Reihen und die Torgefahr auf jeder einzelnen Position erhöhte sich. Spieler, denen am Anfang der Runde noch eine geringere Rolle zukam, konnten sich im Laufe der Saison immer mehr in den Vordergrund spielen und Selbstvertrauen tanken.

„Ich finde der Tabellenplatz zeigt nicht ansatzweise die Qualität dieser Jungs. Es fehlen vielleicht noch die ein zwei Spieler die in den schwierigen Phasen, die Verantwortung übernehmen und die Mannschaft zusammenhalten, aber das wird sich im Laufe der Zeit noch entwickeln. Ich finde die Mannschaft hat eine enorme Qualität und die Jungs werden ihr gesamtes Potenzial noch abrufen. Mit Wolfgang haben sie jetzt einen Trainer, der sich 100% auf sie fokussiert und sie perfekt auf die kommende Saison einstellen wird. Das ist vielleicht der Knackpunkt in der Runde gewesen. Ich habe es nicht geschafft den Fokus auf beide Mannschaften legen zu können. Das muss ich mir leider ankreiden, aber auch ich habe daraus gelernt und meine Schlüsse gezogen. Ich kann keine zwei Mannschaften mit demselben Einsatz betreuen. Dafür muss ich mich leider bei den Jungs entschuldigen. Ich freue mich aber dennoch Wolfgang montags im Training der B-Jugend zu unterstützen und weiterhin mit diesen tollen Jungs arbeiten zu können“, so der ehemalige B- und jetzt A-Jugendtrainer Björn Friedrich.

Auch unser Juniorbiber können auf eine gelungene Saison zurückblicken. Am 18. Spieltag, konnte sich die 2. Mannschaft, mit einem Sieg gegen die SG OBZ II den zweiten Platz sichern und somit den Aufstieg in die Pfalzliga erreichen. Die Mannschaft konnte somit den zweiten Aufstieg in Folge und somit den Durchmarsch aus der A-Klasse in die Pfalzliga feiern. Mein besonderer Dank für diesen Erfolg gilt neben den Spielern, dem Trainerduo Niklas Schwenzer und Mathias Obenauer. Für die zukünftige Ausbildung und das Heranführen unserer Nachwuchsspieler an den Bereich der 1. Herrenmannschaft, ist dieser Aufstieg ein wichtiger Schritt in unserer Nachwuchsarbeit so Jugendleiter Stefan Deffert.

Beide C-Jugenden können ebenfalls stolz auf das Erreichte in der Vergangenen Saison sein. Eine souveräne Qualifikation der mC1, in der alle Kontrahenten überdeutlich in die Schranken verwiesen wurden, weckte bereits am Anfang der Saison die Hoffnung auf mehr. So wurde auch das Saisonziel etwas nach oben korrigiert und die Verantwortlichen gingen davon aus, dass ein Platz in der oberen Tabellenhälfte durchaus möglich sein könnte. Der dritte Platz, der letztendlich erreicht wurde, galt schon vor der Oberligasaison als „Optimalplatzierung“, da die HG Saarlouis und der TV Nieder-Olm als klare Favoriten gehandelt wurden. Auch den Pfalzgascup konnte die Mannschaft im Dezember 2018 gewinnen. Die sportlichen Ziele wurden alle erfüllt. Allerdings gestaltete sich nicht alles so positiv, wie es sich auf dem Papier liest, so Trainer Eric Abel in seinem Saisonfazit. „Gerade das Cup-Endspiel gegen „DuSchi“ war symptomatisch für die ganze Saison. Hier versprühte man gegen den Pfalzligisten von Anfang an eine auffällige Lässigkeit, sodass man sich erst wenige Sekunden vor dem Spielende überaus glücklich ins Siebenmeterwerfen retten konnte, um dieses letztendlich für sich zu entscheiden. Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass dieser Finalgegner gegen unsere C2, den jüngeren Jahrgang also, in der Pfalzliga nur wenig ausrichten konnte – ein Fingerzeig. Auch die Trainingsbeteiligung einzelner Akteure ließ phasenweise zu wünschen übrig, sodass sich mancher Spieler nicht im gewünschten Rahmen weiterentwickeln konnte“ erläutert Trainer Abel seine durchaus kritische Betrachtung der Saison. „Wenn die Jungs das in den Griff kriegen, bin ich mir sicher, dass sie ihr tolles Abschneiden auch in der B-Jugend bestätigen können“ so die Worte des erfahrenen Handballlehrers, die er seinen Jungs mit auf den Weg in die nächste Altersklasse mitgibt.

Die Leistung der mC2 in der Pfalzliga bewertet Abel wie folgendermaßen:
Nach den erwarteten Anfangsschwierigkeiten – man spielte zumeist gegen ältere und körperlich deutlich überlegene Gegner – wusste der jüngere C-Jugend-Jahrgang in einer starken Pfalzliga zu überzeugen. Zur Überraschung aller brauchte man nur wenige Partien, um sich an die rauere Gangart in der Liga zu gewöhnen und eilte dann von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis. So spielte man zum Beispiel gegen die starke HSG Eckbachtal in beiden Begegnungen tollen Handball und konnte aus den Partien die Optimalpunktzahl mitnehmen. Auch die Spiele gegen den Oberligaqualifikanten HSG Dudenhofen/Schifferstadt dürften in Erinnerung bleiben. Holte man doch, nachdem man bereits im Auswärtsspiel einen Punkt erkämpfen konnte, am letzten Spieltag mit einem imponierenden Start-Ziel-Sieg die entscheidenden zwei Zähler zur niemals erwarteten Vizemeisterschaft.

Die HSG rutschte auf den dritten Rang zurück. Entscheidend für dieses tolle Abschneiden war der gute Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, wobei jeder bereit war, seinem Nebenmann zu helfen. Zudem hatte man das beste Torhütergespann der Liga zwischen den Pfosten und einige Jungs entwickelten sich während der Saison zu echten Führungsspielern. Dementsprechend erfolgreich schnitt die Truppe zuletzt auch bei der Oberligaqualifikation 19/20 ab und präsentierte sich als mit Abstand stärkste Truppe der Pfalz. Auf diesen Lorbeeren dürfen sich die Jungs aber nicht ausruhen, denn es bedarf noch einer Menge Arbeit, um mit dem absoluten Top-Favoriten HG Saarlouis einigermaßen auf Augenhöhe mitspielen zu können. Zumal auch andere Teams wie zum Beispiel die HSG Worms bei der Vergabe der vorderen Plätze ein Wörtchen mitreden werden.

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Autor:

Holger Wildt aus Dannstadt-Schauernheim

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