Mundarttheater Bruchweiler im Jubiläumsjahr
Spritziges Volkstheater

 Benno Burkhart, Edith Gimber, Sabine Metzger, Michael Burkhart, Jan Lory, Ulrike Flory und Christel Deusch (v.l.n.r.) | Foto: Rösch
  • Benno Burkhart, Edith Gimber, Sabine Metzger, Michael Burkhart, Jan Lory, Ulrike Flory und Christel Deusch (v.l.n.r.)
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Dahn. Mit seinen Theateraufführungen hat sich das Mundarttheater Bruchweiler in den 40 Jahren seines Bestehens weit über die Grenzen der Pfalz hinaus einen Namen gemacht und ist so zu einem immer wieder gern besuchten Spielort geworden.
So waren auch in diesem Jubiläumsjahr alle sechs Vorstellungen im Sängerheim des MGV Bruchweiler schon früh ausverkauft und auch die Abschlussaufführung im Otfried-von-Weißenburg-Theater in Dahn voll besetzt.
Mit einer großartigen Inszenierung vor einer beeindruckenden Bühnenkulisse brachte die Bruchweiler Laienspielschar den lustigen Dreiakter „Drei Stufen ins Glück“ auch diesmal mit viel Lokalkolorit gewürzt auf die Bühne. Der schon verstorbene Wiener Autor Hans Lellis wäre stolz und erstaunt gewesen, wenn er gesehen hätte, wie die Bruchweiler Laienmimen sein Stück in pfälzer Mundart dargeboten haben.
Mit viel Wortwitz und beredter Mimik sorgten die Darsteller für viele Lachsalven und ließen bei den Aufführungen,die bis fast Mitternacht dauerten, keine Sekunde Langeweile aufkommen. Eine sichtliche Lust am Spiel und überzeugende Leichtigkeit der Darbietungen war zu verspüren.
Da hatten sich doch die drei Schwestern Anna, Vera und Hanni, dargestellt von Gimber Edith, Metzger Sabine und Flory Ulrike, auf Grund der schlechten Ehe der Eltern vertraglich verpflichtet, Jungfrauen zu bleiben. Doch die jüngste Schwester Hanni war schon länger in Michel (gespielt von Lory Jan), verliebt, die sich oft heimlich trafen. Die anderen beiden „hätten ja auch gerne einen Mann“, aber das ging doch wegen dem Vertrag nicht.
Michel, der heimliche Freund von Hanni, schleust seinen Freund Sepp (dargestellt von Michael Burkhart im Wechsel mit Jürgen Nagel) sowie seinen Onkel Xaver (gespielt von Benno Burkhart) unter Vorwänden auf den Hof ein. Der Freund Sepp, eine Paraderolle für die beiden Komiker Burkhart und Nagel, die mit ihrem Wortwitz für brüllendes Gelächter sorgten.
Da war dann noch die Pfarrersköchin (gespielt von Christel Deusch), die im Auftrag des Pfarrers die Mädels vom Hof zu überreden versuchte, zu heiraten.
Diese Rolle war ursprünglich für einen Pfarrer geschrieben. Aber nachdem kein männlicher Mitspieler zur Verfügung stand, wurde die Rolle kurzerhand auf die Rolle einer Pfarrersköchin umgeschrieben, die von der bühnenerfahrenen Darstellerin Christel Deutsch vortrefflich umgesetzt wurde.
Da keine unverheirateten Männer auf den Hof kommen durften, brachte der ledige Onkel Xaver, der sich auf Veranlassung von Michel als ausgebildeter Landwirt auf dem Hof als Helfer bewarb, seine Frau auf den Hof zur Übernachtung mit.
Es war köstlich, wie sich der als Frau von Xaver verkleidete Michel präsentierte und für Lachsalven sorgte.
Schließlich verliebte sich Anna , die mit ihrer köstlichen Mimik Beifallsstürme auslöste, doch noch in den Xaver.
Besonders amüsant war, wie sich Sabine Metzger als Vera an den „frauenfeindlichen“ Michel heranmachte. Eine Paraderolle für die mit viel Bühnenerfahrung ausgestattete Darstellerin.
Zum guten Schluss waren sich die drei Mädels vom Hof doch einig, die abgeschlossene Vereinbarung, ledig zu bleiben, für ungültig zu erklären.
Es war ein spritziges Volkstheater mit viel Situationskomik, ein wahres Feuerwerk treffsicherer Pointen und einem überraschenden Schluss. Souffleuse Michaela Metz gab den Darstellern Sicherheit und war kaum wegen der Textsicherheit der Darsteller im Einsatz.
Lang anhaltender Applaus dankte den Laienschauspielern für ihre eindrucksvollen Leistungen. Die herzerfrischenden Dialoge, die auf den Punkt gebrachte Mimik und Ausdruckskraft der Darsteller während des gesamten Stückes sorgten dafür, dass das Publikum nach Beendigung der Vorstellungen noch lachend den Heimweg antrat. red

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Autor:

Jürgen Bender aus Annweiler

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