Netzwerk Nachhaltigkeit gibt Tipps
Sag's mit Blumen - ohne Gift!

Nachhaltigkeit. Wer freut sich nicht über einen farbenfrohen und duftenden Blumenstrauß? Egal ob zum Muttertag, Valentinstag, Geburtstag oder einfach als nette Geste zwischendurch – mit Blumen liegt man immer richtig.

Doch die bunte Blütenpracht hat auch ihre Schattenseiten: Mittlerweile stammen die meisten Schnittblumen nicht mehr aus heimischem Anbau, sondern werden importiert. Oft aus Südamerika oder Afrika, da dort die klimatischen Bedingungen günstig und die Produktionskosten niedrig sind. Die Löhne, die die ArbeiterInnen auf den Blumenplantagen erhalten, reichen meist kaum zum Überleben. Auch werden im Anbau jede Menge giftiger Pestizide eingesetzt, die die Gesundheit der ArbeiterInnen massiv beeinträchtigen und die Umwelt belasten. Die zarten Gewächse benötigen zudem viel Wasser, und das in Regionen, in denen das Trinkwasser knapp ist. Außerdem müssen die Schnittblumen per Flugzeug eingeflogen werden, damit sie nicht welken, was die Ökobilanz zusätzlich verschlechtert.

Auf Blumen verzichten muss man aber nicht, denn es gibt auch nachhaltige Varianten. Einige haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Blumen aus dem Supermarkt oder Discounter haben meist einen langen Weg hinter sich. Fragen Sie stattdessen lieber beim Floristen oder Gärtner nach Blumen aus der Region, die nicht mit Spritzmitteln behandelt sind. Muss es doch eine exotische Schönheit aus Übersee sein, dann halten Sie bei Ihrem Blumenhändler nach Schnittblumen mit dem Fair-Trade-Siegel Ausschau. Das garantiert die Einhaltung von arbeitsrechtlichen und ökologischen Mindeststandards. Der CO2-Ausstoß ist allerdings durch den Transport mit dem Flugzeug extrem hoch, weswegen heimische Blumen auf jeden Fall nachhaltiger sind.
  • Eine gute Alternative sind Topfblumen in Bio-Qualität, die in den Garten oder in den Blumenkasten ausgepflanzt werden. Pfingstrosen, Strauchrosen oder andere Stauden kosten nicht mehr als ein Blumenstrauß, machen aber jahrelang Freude. Wenn Sie dabei darauf achten, dass die Blüten ungefüllt sind, haben auch Bienen und Hummeln etwas davon.
  • Egal ob Schnittblumen oder Topfblumen: Bitte verzichten Sie der Umwelt zuliebe auf Zellophan-Folie! Packpapier oder Zeitungspapier schützt die Blumen genauso.
  • Möchten Sie sich öfter an Schnittblumen erfreuen? Dann säen Sie doch einfach Ihre eigene Blumenkollektion im Garten oder auf der Fensterbank aus! Pflegeleicht und schnittverträglich sind zum Beispiel Zinnien, die es in allen erdenklichen Farben und Formen gibt. Sie bieten überdies Nahrung für viele verschiedenen Schmetterlingsarten. Auch Ringelblumen, Kornblumen oder Margeriten sind leicht auszusäen und geben einen schönen Sommerstrauß ab. Oder wie wäre es mit Maiglöckchen, Veilchen, Vergissmeinnicht und Gartennelken?
  • Auch eine wunderbare Möglichkeit, Blütenpflanzen zu genießen, ist auf angelegten Blütenflächen in der Ackerflur. Diese sehen nicht nur schön aus. Die Blütenpracht bietet Nahrung für Bienen und andere Insekten. Auf diesen Flächen finden Bodenbrüter und andere Wildtiere einen wertvollen Lebensraum. „Storch und Natur Südpfalz“ e.V. (Sitz: Niederotterbach) arbeitet mit Kooperationslandwirten (J.& L. Henrich und Martinshof in Steinfeld) zusammen, die die Flächen bereitstellen und sich um Ansaat und Pflege dieser Flächen kümmern. Für nur 0,30 € lässt sich bereits 1 qm Blütenfläche für 2 Jahre finanzieren. Mit Ihrer Spende oder Ihrer Blütenpatenschaft können Sie gemeinsam mit anderen bewirken, dass an Stellen, wo Mais oder Weizen wachsen würden, wundervolle Blütenflächen entstehen, die dem Artenschutz dienen. Nähere Informationen finden Sie unter www.storchenverein.de. Sie können sich auch gerne an GabiMederSchumacher@storchenverein.de oder 06340 / 8649 wenden.

Blumen schenken, aber nachhaltig - das ist ganz einfach möglich! Haben Sie noch weitere Ideen? Dann schreiben Sie uns gerne an bza-nachhaltig@online.de. Wir freuen uns!
(Text: Amely Munz - Netzwerk Nachhaltigkeit)

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