Live-Musik im Badehaisel Wachenheim
The Cat Pac begeistern im Badehaisel
- Foto: Martina Stepper
- hochgeladen von Martina Stepper
The Cat Pac begeistern im Badehaisel – ein Abend voller Spielfreude und musikalischer Energie20. März 2026 | Badehaisel Wachenheim
Wenn The Cat Pac auftreten, wird aus einem Konzertabend schnell ein gemeinsames musikalisches Erlebnis. Das zeigte sich auch beim Auftritt des Trios im Badehaisel Wachenheim eindrucksvoll. Im proppenvollen Haus ging von der ersten Minute an sprichwörtlich die Post ab. Ein bunt gemischtes, musikaffines Publikum – viele echte Insider – war von Beginn an mit Begeisterung dabei, textsicher, aufmerksam und voller Vorfreude. Man hatte das Gefühl: Hier sitzt nicht einfach Publikum im Raum – hier sitzt ein Chor.
Das Badehaisel bot dafür einmal mehr den idealen Rahmen. Für mich sind Konzerte dort jedes Mal etwas ganz Besonderes. Dieses einzigartige Ambiente, diese Nähe, dieses Gefühl von Vertrautheit – und natürlich Petra und Klaus Mayer, das beliebte Betreiberehepaar, das gefühlt jeden Gast persönlich kennt und mit Herzlichkeit bewirtet. Es ist diese Atmosphäre, die dem Abend etwas Familiäres verleiht. Man kommt nicht einfach zu einem Konzert – man kommt ein Stück weit nach Hause.
Schon der Auftakt ließ keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen würde:Mit „Hey Hey, My My“ von Neil Young startete das Trio kraftvoll in den Abend. Die Energie sprang sofort auf das Publikum über. Kurz darauf wurde bei „No Woman, No Cry“ jeder Refrain lautstark mitgesungen – ein Moment, der zeigte, wie sehr Musik Menschen verbinden kann. Es folgten Songs wie „Mighty Quinn“, „Wonderwall“ oder „The One I Love“, die für große Wiedererkennung sorgten und den Raum immer weiter zum Klingen brachten.
Die drei Musiker sind dabei eine grandiose Einheit für sich.Michael Plomer an der Gitarre, Marcus Schwörer als Sänger und Jürgen Haag am Schlagzeug spielen mit jeder Faser ihres Körpers – mit Leidenschaft, Präzision und sichtbarer Spielfreude. Die Lieder sind bunt gewürfelt, es gibt zwar eine Übersicht der Setlist, doch oft entscheidet einfach der Moment. Vieles entsteht spontan, getragen von der Stimmung im Raum. Genau das macht diese Konzerte so lebendig.
Jürgen Haag am Schlagzeug spielte sich an diesem Abend sprichwörtlich die Seele aus dem Leib.Sein Rhythmus war das pulsierende Herz des Abends.Michael Plomer an der Gitarre spielte sich die Finger wund – mit beeindruckender Präzision, Gefühl und einer Energie, die jeden Song trägt.Und Marcus Schwörer überzeugte mit seiner grandiosen, rauen und zugleich vielseitigen Stimme, die jedem Titel Charakter verlieh und das Publikum immer wieder mitriss.
Nach der Pause ging es direkt kraftvoll weiter.Mit „All Along the Watchtower“ startete die zweite Hälfte des Abends, gefolgt von „Locomotive Breath“, das den Raum erneut zum Beben brachte. Spätestens bei „Ein Kompliment“ hielt es kaum noch jemanden auf den Stühlen – der Raum brodelte, es wurde gesungen, geklatscht und gefeiert.
Auch Klassiker wie „Don’t Let Me Be Misunderstood“ oder „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd sorgten für Gänsehautmomente und lautstarke Reaktionen aus dem Publikum. Doch der vielleicht emotionalste Moment des Abends kam überraschend:Das Pfalzlied.
Innerhalb von Sekunden stand der gesamte Raum.Es wurde mitgesungen, getanzt und gefeiert – ein echtes Gemeinschaftserlebnis, das zeigte, wie stark Musik Menschen verbinden kann, besonders hier in der Pfalz.
Ein weiteres Highlight folgte zum Ende des Abends:Kerstin, die langjährige Bedienung des Badehaisels, durfte bei „Jolene“ mitsingen – ein Moment voller Charme und Herzlichkeit, der das Publikum begeisterte. Doch damit nicht genug:Zum Abschluss gab sie noch „Mercedes Benz“ sowie eine soulige Version von „Creep“ zum Besten und zeigte dabei ihre beeindruckende Stimme.
Über zweieinhalb Stunden hinweg reihten sich musikalische Höhepunkte aneinander. Der Raum war in Bewegung, die Stimmung elektrisiert – und kaum jemand saß noch ruhig auf seinem Platz.
So blieb ein Konzertabend in Erinnerung, der vor allem eines gezeigt hat:Wenn Leidenschaft, musikalisches Können und die richtige Atmosphäre zusammenkommen, entsteht Live-Musik, die weit über den Moment hinaus wirkt.
Und genau deshalb sind Konzerte im Badehaisel für mich jedes Mal wieder etwas Besonderes.Ein bisschen wie Familie.Ein bisschen wie Zuhause.Und immer voller Musik.
© M.S.
Autor:Martina Stepper aus Frankenthal |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.