Natura 2000-Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet
„Kaltenbronner Enzhöhen“ fertiggestellt

Moorsee im Naturschutzgebiet Kaltenbronn
  • Moorsee im Naturschutzgebiet Kaltenbronn
  • Foto: M. Röhl
  • hochgeladen von Jo Wagner

Region. Der im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe erarbeitete Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Kaltenbronner Enzhöhen“ ist nun fertiggestellt. Er kann ab dem 26. November 2019 öffentlich eingesehen werden. Das rund 1057 Hektar große Gebiet ist Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Das Natura 2000-Gebiet Kaltenbronner Enzhöhen besteht aus 14 Teilflächen und ist von der vielfältigen Landschaft des Nordschwarzwalds geprägt. Das Wildseemoor sowie die Holoh- und Breitlohmisse bilden mit einer Fläche von etwa 366 Hektar die größte Moorfläche im gesamten Schwarzwald. Gekennzeichnet sind die Moorflächen durch ausgedehnte Moorwälder, offene Heidemoore mit Torfmoosen und Wollgras sowie einigen Moorseen wie dem Wildsee. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Gräben zur Entwässerung der Moore angelegt.

Diese beeinträchtigen insbesondere die offenen Moorbereiche. Darüber hinaus umfasst das Natura 2000-Gebiet bewaldete und offene Täler mit Felsbildungen und natürlich entstandenen Schutthalden sowie einigen Hainsimsen-Buchenwäldern. Auf den Hangflächen entlang der großen Enz, des Hirschbachs, des Poppelbachs und im Gütersbachtal kommen extensiv genutzte, artenreiche Magere Flachlandmähwiesen, Berg-Mähwiesen, Borstgrasrasen und Pfeifengraswiesen vor. Zudem sind im Natura 2000-Gebiet zwei nach der FFH-Richtlinie geschützte Arten vorzufinden: In der Großen Enz lebt die Groppe, in altholzreichen Wäldern kommt das Grüne Koboldmoos vor.

Im Natura 2000-Managementplan werden Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung erfasst. Für jeden dieser Lebensräume und jede FFH-Art wurden in Abstimmung mit Fachverwaltungen, Gemeinden, Forst- und Landwirtschaftsvertretern sowie Naturschützern Ziele und entsprechende Maßnahmen formuliert. Sie dienen dazu, einen dauerhaften Erhalt und eine weitere Entwicklung dieser wertvollen Lebensräume und Arten sicherzustellen.

Dazu zählen etwa Maßnahmen für eine Renaturierung der entwässerten Moorbereiche, um wieder stabile Wasserverhältnisse herzustellen und das einzigartige Hochmoor langfristig zu erhalten. Fördermöglichkeiten unterstützen die Bewirtschafter bei der konkreten Umsetzung von Maßnahmen. So kann ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa geleistet werden, der der Verantwortung für naturnahe Lebensräume und deren seltene Bewohner gerecht wird. (red)

Infos: Die Unterlagen stehen ab dem 26. November 2019 zum Download auf der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) bereit.

Autor:

Jo Wagner

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