Stahl-Zukunft im Saarland: Regierung verteidigt Milliardenumbau

Der Saar-Landtag redete über die Zukunft der Stahlindustrie. (Archivbild) | Foto: Oliver Dietze/dpa
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Saarbrücken. Für Beschäftigte und Zulieferer im Saarland bleibt der Umbau der Stahlindustrie ein zentraler Standortfaktor: Wirtschaftsminister Jürgen Barke hält grünen Stahl trotz hoher Kosten für wettbewerbsfähig. Der SPD-Politiker sagte in einer Fragestunde, deutsche Stahlunternehmen könnten im internationalen Wettbewerb bestehen, wenn die industriepolitischen Rahmenbedingungen für die Transformation stimmten.

Minister widerspricht Zweifeln an grünem Stahl

Hintergrund ist eine Studie der Unternehmensberatung PwC. Darin wurde die Umstellung auf europäische Produktion von teurem Stahl ohne CO2-Ausstoß mit Wasserstoff infrage gestellt. Barke nannte die Entscheidung für Investitionen in grünen Stahl dagegen „goldrichtig“. Klimaschonende Stahlproduktion in Europa könne funktionieren, sagte er. Voraussetzung sei, sie als „politisch-ökonomisches Gesamtprojekt“ zu verstehen.

Warum die Förderung für das Saarland wichtig ist

Die staatliche Unterstützung für den Umbau sei nach Barkes Worten „kein Subventionsgeschenk“, sondern eine notwendige Absicherung für das gesamte Projekt. Für das Saarland sei Stahl „das Herzstück unseres Landes“. Ein Wegfall der Produktion bei Saarstahl und Dillinger könnte nach Einschätzung der Landesregierung weitere Branchen treffen, darunter Automobilbau und Maschinenbau.

In der saarländischen Stahlindustrie sind rund 12.000 Menschen direkt beschäftigt. Weitere 20.000 Arbeitsplätze hängen indirekt von der Branche ab. Die Hersteller Saarstahl und Dillinger Hütte investieren eigenen Angaben zufolge mit staatlicher Förderung 4,6 Milliarden Euro in den klimagerechten Umbau der Produktion.

Stahl auch für Sicherheit und Verteidigung relevant

Barke verwies außerdem auf die strategische Bedeutung der Stahlproduktion. Europa brauche die Industrie auch für Sicherheit und Verteidigungsindustrie. Es gehe nicht nur um betriebswirtschaftliche Fragen, sondern auch um Handelspolitik und internationale Herausforderungen. Die Fragestunde war vom AfD-Abgeordneten Christoph Schaufert beantragt worden. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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