Debatte um Hitzeschutz: Saarbrücken‑OB fordert Pflicht für Städte

Der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Uwe Conradt,  fordert ein Umdenken beim Hitzeschutz in Städten. (Archivbild)  | Foto: Marijan Murat/dpa
  • Der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Uwe Conradt, fordert ein Umdenken beim Hitzeschutz in Städten. (Archivbild)
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Saarbrücken. Mehr Schutz vor Hitze und Extremwetter könnte für Städte und Gemeinden künftig zur Pflicht werden. Der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Uwe Conradt, fordert verbindliche Aufgaben und eine verlässliche Finanzierung für Kommunen.

Der CDU-Politiker und Saarbrücker Oberbürgermeister sagte im RBB-Inforadio, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel müssten Pflichtaufgaben werden. Nur dann sei sichergestellt, dass Bund und Länder auch ausreichend Geld bereitstellen.

Viele Städte seien bereits aktiv. Nach Angaben von Conradt arbeiten Kommunen unter anderem an folgenden Maßnahmen:

  • Erstellung von Klimaanpassungskonzepten
  • Vorbereitung von Hitzeaktionsplänen
  • Aufbau öffentlicher Trinkbrunnen

Kommunen kämpfen mit hohen Defiziten

Bisher erfolgen viele dieser Projekte freiwillig. Gleichzeitig stehen zahlreiche Städte und Gemeinden unter starkem finanziellem Druck. Conradt spricht von historisch hohen Haushaltsdefiziten, die den Handlungsspielraum einschränken.

Zwar gebe es Förderprogramme von Bund und Ländern. Diese erreichten jedoch nicht alle Kommunen. Städte ohne ausreichende Eigenmittel oder ohne Personal für Antragstellung und Umsetzung könnten solche Programme oft nicht nutzen, erklärte Conradt.

Aus Sicht des Städtetages braucht es deshalb verbindliche Aufgaben und dauerhaft gesicherte Mittel. Nur so könnten Kommunen Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels wirksam abfedern. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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