Bahn und Länder sichern Stahlversorgung im Saarland ab heute

Die Deutsche Bahn und mehrere Bundesländer wollen die Versorgung der Stahlindustrie über die Schiene stabilisieren. Eine Ad hoc Runde soll konkrete Lösungen für kritische Rohstofftransporte erarbeiten. | Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
  • Die Deutsche Bahn und mehrere Bundesländer wollen die Versorgung der Stahlindustrie über die Schiene stabilisieren. Eine Ad hoc Runde soll konkrete Lösungen für kritische Rohstofftransporte erarbeiten.
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Saarland. Für Industrie und Arbeitsplätze ist eine stabile Rohstoffversorgung entscheidend. Vertreter der Landesregierungen aus dem Saarland, Niedersachsen und Brandenburg haben sich deshalb mit der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, über die aktuelle Lage der Schienenlogistik ausgetauscht.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Versorgung der Stahlindustrie mit zentralen Rohstoffen. In den vergangenen Wochen waren kurzfristige Engpässe auf der Schiene entstanden, die einzelne Unternehmen spürbar belasteten. Nach Angaben der Beteiligten reagierte die Bahn kurzfristig und priorisierte betroffene Lieferverkehre. Zusätzlich wurden Material und Personal aufgestockt. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, habe dies zur Stabilisierung der Lage beigetragen.

Stabile Lieferketten als Standortfaktor

Einigkeit bestand darüber, dass verlässliche Lieferketten eine Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sind. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten brauche die Wirtschaft planbare und belastbare Transportwege. Die Länder sehen die Schiene dabei als Schlüssel für eine sichere und nachhaltige Versorgung.

Ad hoc Runde für konkrete Lösungen

Über die kurzfristigen Maßnahmen hinaus wurde eine von DB InfraGO organisierte Ad hoc Fach Runde vereinbart. In diesem Kreis sollen Vertreter der Industrie und der Logistikbranche gemeinsam mit der Bahn konkrete operative Schritte erarbeiten.

  • Kurzfristige Stabilisierung der Transporte hochkritischer Rohstoffe
  • Besseres Baustellenmanagement im Güterverkehr
  • Langfristige Absicherung zentraler industrieller Lieferketten

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger betonte die Bedeutung einer leistungsfähigen Bahn Infrastruktur für Planungssicherheit in der Industrie. Auch die Ministerpräsidenten Olaf Lies aus Niedersachsen und Dietmar Woidke aus Brandenburg verwiesen auf die Rolle stabiler Schienenverkehre für Beschäftigung und Produktion.

DB InfraGO Vorstandschef Dr. Philipp Nagl erklärte, Ziel sei es, betriebliche Hebel zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um systemrelevante Industrien dauerhaft zuverlässig zu versorgen.

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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