Arbeitsmarkt im Saarland bleibt angespannt: 39.300 ohne Job
- Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht gesunken. (Symbolbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Saarland. Für Jobsuchende im Saarland bleibt die Lage schwierig. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im März leicht gesunken. Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt jedoch angespannt.
Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland Pfalz Saarland waren im März 39.300 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Februar waren es noch rund 200 mehr. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres liegt die Zahl ebenfalls etwas niedriger. Damals waren es 39.700.
Die Arbeitslosenquote blieb im März unverändert bei 7,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie bei 7,5 Prozent.
Sorgen bereitet vor allem die Entwicklung bei den offenen Stellen. Im März wurden rund 7.500 Arbeitsangebote registriert. Das sind etwa 1.000 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang entspricht einem Minus von 12,1 Prozent.
Der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Walter Hüther, sieht darin ein Zeichen wachsender Unsicherheit in vielen Unternehmen. „Die Anspannung am Arbeitsmarkt bleibt spürbar – weniger gemeldete Stellen und ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind deutliche Zeichen der wachsenden Unsicherheiten bei Unternehmen.“
Viele Jugendliche wählen ähnliche Ausbildungsberufe
Seit Oktober haben sich rund 3.000 Jugendliche im Saarland bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur oder der Jobcenter gemeldet. Das sind etwa 300 weniger als im Jahr zuvor.
Auffällig ist laut Regionaldirektion die starke Konzentration auf wenige Ausbildungsberufe. Besonders bei jungen Frauen verteilt sich das Interesse häufig auf nur wenige Bereiche.
Zu den besonders gefragten Ausbildungen zählen unter anderem
- Kauffrau für Büromanagement
- Medizinische Fachangestellte
- Verkäuferin
Bei jungen Männern stehen vor allem technische und handwerkliche Berufe hoch im Kurs.
- Kfz Mechatroniker für Autos
- Anlagenmechaniker
- Verkäufer
Naturwissenschaftliche oder technische Berufe tauchen in den beliebtesten Ausbildungswünschen vieler junger Frauen bisher kaum auf. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |