WM-Fieber in Rheinland-Pfalz: Promis tippen auf Deutschland
- Aus Rheinland-Pfalz ist der Mainzer Bundesligaprofi Amiri bei der WM dabei. (Archivbild)
- Foto: Federico Gambarini/dpa
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Rheinland-Pfalz / Saarland. Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft richtet sich auch im Südwesten der Blick auf die Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Politiker, Künstler und Sportler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland wollen die Partien verfolgen. Viele hoffen auf ein starkes Turnier der DFB-Elf.
Das Turnier beginnt mit dem Eröffnungsspiel am Donnerstag, 11. Juni, in Nordamerika. Deutschland bestreitet seine erste Partie am Sonntag, 14. Juni. Wegen der Zeitverschiebung finden einige Begegnungen nachts statt.
Ministerpräsident setzt auf Fußballabende mit Freunden
Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident Gordon Schnieder schaut Spiele am liebsten gemeinsam mit Freunden. Auch Public Viewing habe eine besondere Atmosphäre. Das gemeinsame Mitfiebern und Jubeln mache für ihn den Reiz eines WM-Sommers aus. Zu einem gelungenen Fußballabend gehörten für ihn außerdem Grillen und Gespräche.
Sportlich zeigt sich Schnieder optimistisch. Nach dem 4 zu 0 der deutschen Mannschaft im Testspiel in Mainz gegen Finnland sieht er Rückenwind für das Turnier. Er hoffe auf eine starke WM und am Ende auf den ganz großen Erfolg.
Sängerin Nicole plant Fußballparty
Auch Sängerin Nicole will alle Spiele der deutschen Mannschaft verfolgen. Selbst nächtliche Anstoßzeiten schrecken sie nicht ab. Beim Zuschauen trägt sie ein Deutschland-Trikot in Schwarz Rot Gold. Zu Hause plant sie kleine Fußballabende mit Gästen und Essen. Ihr Wunsch für das Turnier ist klar. Weltmeister soll Deutschland werden. Als realistischen Favoriten nennt sie jedoch Spanien.
Rehlinger setzt auf Public Viewing
Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger möchte die WM-Spiele so oft wie möglich sehen. Besonders die Partien mit deutscher Beteiligung stehen fest im Kalender. Am liebsten verfolgt sie die Spiele beim Public Viewing in der Gastronomie und hofft dabei auf gutes Wetter. Einen festen Expertentipp für den Titel will sie nicht abgeben. Als Fan hoffe sie einfach auf Deutschland als Weltmeister.
Kritik und Vorfreude zugleich
Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck blickt mit gemischten Gefühlen auf das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Er kritisiert hohe Kosten für Fans und das Auftreten von FIFA-Präsident Gianni Infantino an der Seite von US-Präsident Donald Trump. Sportlich traut Beck der deutschen Mannschaft dennoch einiges zu. Mindestens das Viertelfinale hält er für erreichbar.
Tipps zwischen Hoffnung und Realität
Auch andere Stimmen aus der Region erwarten eine spannende WM.
- Ex-Bundesliga-Stürmer Benjamin Auer sieht Frankreich und Spanien als größte Titelkandidaten. Deutschland könne mindestens das Viertelfinale erreichen.
- Kabarettist Lars Reichow aus Mainz will möglichst viele Spiele sehen. Wegen der Anstoßzeiten vermutlich im Bademantel statt im Trikot.
- Der Speyerer Bischof Karl Heinz Wiesemann hält Spanien für den Favoriten. Deutschland traue er den Sprung ins Halbfinale zu.
Für viele Fans im Südwesten bleibt die Hoffnung auf ein erfolgreiches Turnier der Nationalmannschaft. Und selbst in der Kirche gibt es dazu eine klare Haltung. Für das eigene Team zu beten sei erlaubt, sagt Bischof Wiesemann. Wichtig sei nur, fair zu bleiben und dem besseren Team am Ende den Sieg zu gönnen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |