Verurteilung bei Rot-Weiss Essen: Hitlergruß im Saarbrücken-Spiel
- Fans von Rot-Weiss Essen. (Symbolbild)
- Foto: Christoph Reichwein/dpa
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1. FC Saarbrücken. Nach einem in TV-Bildern sichtbaren Hitlergruß im Gästeblock beim Drittligaspiel gegen Rot-Weiss Essen hat der saarländische Spielort erneut eine Debatte über Straftaten und Grenzen im Stadion ausgelöst.
Rot-Weiss Essen verurteilte den Vorfall nach der 2:5-Niederlage im Ludwigsparkstadion scharf. Der Verein teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, man trete rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen sowie anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen. Das Zeigen des Hitlergrußes sei eine Straftat, von der sich der Club distanziere.
Die Szenen sollen sich am Sonntag, 10. August, nach dem Führungstreffer zum 1:0 von Ben Hüning ereignet haben. Videobilder zeigen, wie ein Fan im Gästeblock den rechten Arm hochreißt. Ein Mann hinter ihm drückt den Arm anschließend herunter.
Verein kündigt Konsequenzen an
Rot-Weiss Essen erklärte weiter, eine Person, die sich in dieser Form verhalte, schade allen und sei im Verein nicht willkommen. Der Club kündigte an, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Genannt wurden eine Strafanzeige, ein Haus- und Stadionverbot sowie ein Vereinsausschluss. Vorrangiges Ziel sei es, den Täter schnell zu identifizieren.
Die Polizei Saarbrücken war am Dienstagabend, 11. August, zunächst nicht mehr erreichbar. Zuerst hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ über den Vorfall berichtet. Das Video war in der TV-Übertragung zu sehen und verbreitete sich später im Internet. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |