Saarland: HPV-Impfquote bei Jungen bleibt niedrig – Minister warnt
- Das Impfangebot wird nach laut Gesundheitsminister Jung noch zu wenig genutzt (Symbolbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Saarland. Im Saarland sind viele Jungen zu selten gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft – damit fehlt ein wirksamer Schutz vor bestimmten Krebsarten. Vor dem Welt-HPV-Tag am Dienstag, 4. März, ruft Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) Eltern dazu auf, Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren impfen zu lassen.
HPV betreffe nicht nur Frauen, teilte das Ministerium mit. Auch Jungen können infiziert werden, selbst erkranken und das Virus weitergeben.
Niedrige Impfquote bei Jungen: Minister warnt vor verpasstem Schutz
Noch immer werde das Impfangebot zu wenig genutzt: Im Jahr 2024 waren im Saarland laut Ministerium 58 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 34 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft.
«Alle Kinder und Jugendlichen, vor allem aber Jungen werden immer noch viel zu selten gegen HPV geimpft», sagte Jung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für alle Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren.
HPV kann auch bei Männern Krebs auslösen
HPV kann bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen. Bei Männern kann die Infektion unter anderem Analkrebs, Peniskrebs und Krebs im Mund-Rachen-Raum verursachen, wie das Ministerium schreibt.
Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der Schutz dann am höchsten, wenn die Impfung schon vor dem ersten möglichen Kontakt mit diesen Viren erfolgt. Die Erreger werden vor allem beim Sex übertragen. Nach RKI-Angaben erkranken in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs. dpa.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |