Neuer Studiengang im Saarland soll Verwaltungen digital fit machen
- Ab Oktober startet im Saarland erstmals der duale Studiengang Verwaltungsinformatik.
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Saarland. Wer in der Verwaltung arbeiten und zugleich IT-Know-how aufbauen will, bekommt ab Oktober eine neue Option: Im Saarland startet erstmals der duale Studiengang Verwaltungsinformatik.
Das Studium an der Fachhochschule für Verwaltung und Polizei des Saarlandes dauert drei Jahre. Danach schließen die Studierenden mit dem akademischen Grad Diplom-Verwaltungsinformatiker ab.
Wie das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport mitteilt, verbindet der neue Studiengang wissenschaftliches Lernen mit Praxisphasen im öffentlichen Dienst. Auf dem Stundenplan stehen Verwaltungswissenschaften, Informatik und Projektmanagement. In den Praxisabschnitten arbeiten die Studierenden in Verwaltung und IT.
Studium nur mit Einstellung bei einer Behörde
Eine direkte Bewerbung bei der Fachhochschule ist für den neuen Studiengang nicht möglich. Zum Studium kommt nur, wer zuvor bei einer Landesbehörde oder einer Kreis-, Stadt- oder Gemeindeverwaltung eingestellt wird.
Während des dualen Studiums sind die Teilnehmenden Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter. Sie erhalten auch entsprechende Anwärterbezüge.
An dem neuen Angebot arbeiten zwei Einrichtungen zusammen. Die Fachhochschule für Verwaltung und Polizei in Göttelborn übernimmt den Schwerpunkt Verwaltungswissenschaften. Die Akademie der Saarwirtschaft aus Neunkirchen verantwortet federführend den Bereich Informatik.
Innenminister Reinhold Jost sagt: „Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Arbeitsweise der öffentlichen Verwaltung grundlegend. Mit diesem neuen Studienangebot an unserer Fachhochschule schaffen wir die Grundlage, um die digitale Transformation unserer Verwaltung aktiv zu begleiten und gut zu gestalten“.
Staatssekretär Torsten Lang sieht darin auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Er erklärt: „Die gesamte öffentliche Verwaltung braucht gut ausgebildete Fachkräfte, die Digitalisierung nicht nur verstehen, sondern gestalten können. Das betrifft die Ministerien und nachgeordneten Behörden und Einrichtungen des Landes sowie die gesamte kommunale Familie. Der neue, wohnortnahe Studiengang wird einen wirksamen Beitrag gegen den demografisch bedingten Fachkräftemangel leisten“.
Auch Fachhochschule und ASW betonen den Praxisbezug und die Zusammenarbeit. Prof. Dr. Christopher Wolf, Rektor der Fachhochschule für Verwaltung und Polizei des Saarlandes, erklärt: „Mit unserem dualen Studium gewährleisten wir eine praxisnahe Ausbildung, die Theorie und Verwaltungspraxis eng verzahnt“. Prof. Dr. Andreas Metz, Geschäftsführer der ASW, betont: „Die enge Zusammenarbeit unserer Institutionen bündelt Kompetenzen in Verwaltungswissenschaft und Informatik.“ red/anjs
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |