Neue Zahlen zu Führerschein-Tricks im Saarland: Kaum Betrug
- Oft kommen bei Täuschungsversuchen Gadgets wie etwa Mini-Kameras oder kleine Ohrhörer zum Einsatz. (Symbolbild)
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Saarland. Wer im Saarland die theoretische Führerscheinprüfung ablegt, hat statistisch deutlich seltener mit Betrugsversuchen zu tun als in anderen Bundesländern. Nach aktuellen Zahlen des Tüv-Verbands wurden im vergangenen Jahr nur 19 Täuschungsversuche registriert. Im Jahr zuvor waren es noch 40.
Deutschlandweit deckten Prüfer insgesamt 4239 Betrugsfälle bei Theorieprüfungen auf. Laut Tüv-Verband zeigt sich damit ein klares Bild. Nach einem starken Anstieg in den Vorjahren bleibt die Zahl der entdeckten Täuschungen auf einem hohen Niveau stabil.
„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert“, sagte Fani Zaneta vom Tüv-Verband. Gleichzeitig gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, weil nicht jede Manipulation entdeckt werde.
Hightech und organisierte Tricks
Auffällig ist laut Tüv der zunehmende Einsatz technischer Hilfsmittel. In mehr als jedem dritten Betrugsfall in Deutschland nutzten Prüflinge kleine Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer.
Auch sogenannte Doppelgänger kommen zum Einsatz. Dabei legt eine andere Person die Prüfung für den eigentlichen Fahrschüler ab. Insgesamt sind nach Angaben des Verbands inzwischen rund 52 Prozent der Täuschungsversuche professionell organisiert.
Oft sind mehrere Beteiligte eingebunden. Sie unterstützen Prüflinge technisch, übermitteln aus der Ferne Lösungen oder geben sich selbst als Fahrschüler aus. Für viele dieser Methoden sei spezielles technisches Wissen notwendig, erklärte der Verband. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |