Hasenbestand im Saarland stabil: Mehr Tiere als im Bund
- Eine Krankheit namens Myxomatose breitet sich unter Feldhasen aus, im Saarland gab es bislang noch keinen Fall. (Archivbild)
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Saarland. Auf Feldern und Wiesen im Saarland leben vergleichsweise viele Feldhasen. Nach aktuellen Schätzungen liegt der Bestand sogar über dem bundesweiten Durchschnitt.
Nach Angaben der Vereinigung der Jäger des Saarlandes wurden im Frühjahr rund 21 Feldhasen pro Quadratkilometer gezählt. Bundesweit liegt der Wert bei etwa 19 Tieren. Damit zeigt sich der Bestand im kleinsten Flächenland stabil.
Ein Grund könnte das vergleichsweise milde Klima sein. Die wärmeren Bedingungen verbessern die Überlebenschancen der Jungtiere. Das teilte der Landesverband in Saarwellingen mit.
Zuwachs deutlich über dem Bundeswert
Ein wichtiger Hinweis auf die Entwicklung der Population ist die sogenannte Nettozuwachsrate. Dafür vergleichen Fachleute die Zahl der Tiere im Frühjahr mit der im Herbst.
Im Jahr zuvor lag dieser Zuwachs bundesweit bei rund sieben Prozent. Im Saarland fiel er mit knapp 16 Prozent deutlich höher aus.
Neue Krankheit wird beobachtet
Sorge bereitet Fachleuten jedoch eine relativ neue Krankheit. Dabei handelt es sich um die Myxomatose. Sie wurde im Jahr 2023 erstmals bei Feldhasen in Deutschland nachgewiesen und hat sich seitdem auch in andere Bundesländer ausgebreitet.
Im Saarland ist bislang jedoch noch kein Fall bei Feldhasen registriert worden. Darauf weisen der Deutsche Jagdverband und die Deutsche Wildtier Stiftung hin. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |