Großbrand in Wellesweiler: Wohnhäuser geräumt, Warnsystem ausgelöst

Großeinsatz in Wellesweiler: In einem Entsorgungsbetrieb für Spraydosen brannte am Nachmittag eine Lagerhalle. Wegen der Rauchentwicklung wurde MoWaS ausgelöst. | Foto: Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
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  • Großeinsatz in Wellesweiler: In einem Entsorgungsbetrieb für Spraydosen brannte am Nachmittag eine Lagerhalle. Wegen der Rauchentwicklung wurde MoWaS ausgelöst.
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Wellesweiler. Dichter Rauch über dem Neunkircher Stadtteil hat am gestrigen Nachmittag (29. Juli) einen Großeinsatz ausgelöst. In einem Entsorgungsbetrieb, der auf die Verarbeitung von Spraydosen spezialisiert ist, brannte eine Lagerhalle. Wegen der Rauchentwicklung warnte das Modulare Warnsystem MoWaS die Bevölkerung im Umkreis.

Nach aktueller Einschätzung betraf das Feuer ein Gebäude mit rund 1.300 Quadratmetern Fläche auf einer Ausdehnung von etwa 30 mal 30 Metern. Einsatzkräfte achteten besonders auf angrenzende Vegetationsflächen und Wohnbebauung sowie gegenüberliegende Firmengelände.

Weil im Inneren der Halle explodierende Spraydosen drohten, konnte die Feuerwehr dort nicht löschen. Stattdessen setzte sie unter anderem einen Löschroboter aus dem Landkreis St. Wendel ein.

Evakuierung und Betreuung in der Kirche St. Johannes

Weil der Betrieb unmittelbar an Wohnbebauung grenzt, räumten Einsatzkräfte angrenzende Wohnhäuser. Etwa 35 Menschen waren betroffen. 20 Bewohnerinnen und Bewohner brachte das Team in der nahegelegenen Kirche St. Johannes unter. Hilfsorganisationen organisierten Betreuung und psycho-soziale Notfallversorgung. Weitere Betroffene kamen zum Beispiel bei Verwandten oder Freunden unter.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, löste die Rauchentwicklung MoWaS aus. Die Warnung forderte Menschen im Umfeld auf, Fenster und Türen zu schließen und Belüftungen auszuschalten. Untersuchungen zur Luftqualität laufen noch.

Rund 150 Kräfte waren im Einsatz, darunter Feuerwehren aus Neunkirchen, Homburg und St. Wendel, die Berufsfeuerwehr Saarbrücken, die Werkfeuerwehren BOSCH und Saarstahl NK, THW, Polizei und DRK. Landesbrandinspekteur Timo Meyer unterstützte die Einsatzleitung. Auch die Koordinierungsstelle für Bevölkerungsschutz des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport war besetzt und begleitete das Einsatzgeschehen.

Fünf Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug standen bereit. Insgesamt versorgte der Rettungsdienst drei Verletzte. Eine Person musste ins Krankenhaus. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte weiter mit Verpflegung und Betreuung der Einsatzkräfte.

Innenminister Reinhold Jost sagte: Mein besonderer Dank und meine große Wertschätzung gelten allen Einsatzkräften, die hier unter äußerst schwierigen und gefährlichen Bedingungen hervorragende Arbeit leisten. Die hochprofessionelle und enge Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und allen weiteren Hilfskräften ist gerade bei einem Einsatz dieser Größenordnung von entscheidender Bedeutung. Ich danke allen Beteiligten für ihren engagierten und besonnenen Einsatz zum Schutz der Bevölkerung. Mein Dank gilt auch den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Kooperation.

Großeinsatz in Wellesweiler: In einem Entsorgungsbetrieb für Spraydosen brannte am Nachmittag eine Lagerhalle. Wegen der Rauchentwicklung wurde MoWaS ausgelöst. | Foto: Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
Großeinsatz in Wellesweiler: In einem Entsorgungsbetrieb für Spraydosen brannte am Nachmittag eine Lagerhalle. Wegen der Rauchentwicklung wurde MoWaS ausgelöst. | Foto: Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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