Wildtiere in Not: Polizei warnt vor falscher Rettung
- Die Polizeiinspektion Lebach warnt davor, vermeintlich hilflose Wildtiere wie Kitze oder Jungvögel einfach mitzunehmen. Oft sind die Tiere nicht verlassen, zudem drohen rechtliche Folgen und Gefahr für den Nachwuchs durch menschlichen Geruch.
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Lebach. Am Freitag, 17. Juli, hat die Polizei in Lebach wegen der hohen Temperaturen vor falsch verstandener Tierhilfe gewarnt. Nach Angaben der Polizeiinspektion Lebach gehen derzeit vermehrt Meldungen über vermeintlich hilflose Wildtiere ein.
Immer wieder nehmen Spaziergänger Kitze, Jungvögel oder andere Wildtiere mit, um sie zu retten. Genau davor warnt die Polizei ausdrücklich. In den meisten Fällen seien die Jungtiere nicht verlassen. Die Muttertiere hielten sich nur im Hintergrund auf und warteten, bis Menschen den Bereich wieder verlassen. Wer die Tiere mit bloßen Händen anfasst, überträgt zudem menschlichen Geruch. Das kann laut Mitteilung dazu führen, dass Elterntiere ihren Nachwuchs verstoßen.
Hinzu kommt ein rechtliches Risiko: Wildlebende Tiere unterliegen dem Jagdrecht. Wer ein Tier ohne Absprache aus dem Revier entfernt, kann sich trotz guter Absicht wegen Jagdwilderei strafbar machen. Die Polizeiinspektion Lebach rät deshalb, Abstand zu halten und das Tier zunächst zu beobachten. Liegt ein Tier akut gefährlich etwa auf einer Fahrbahn, soll es nur mit reichlich frischem Gras als Schutzbarriere vorsichtig an einen sicheren, schattigen Seitenstreifen gesetzt werden. Danach sollten umgehend die örtliche Polizei oder der zuständige Jagdpächter informiert werden. Nur diese dürfen über das weitere Vorgehen entscheiden oder einen Transport in eine Fachstation veranlassen.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |