Messerattacke auf Gerichtsvollzieher: Mordprozess beginnt heute
- Die Tat im saarländischen Bexbach hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. (Archivbild)
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Saarbrücken. Vor dem Landgericht Saarbrücken beginnt am Mittwoch, 20. Mai, um 8.30 Uhr der Prozess um die tödliche Messerattacke auf einen Gerichtsvollzieher aus dem Saarland. Angeklagt ist ein 42 Jahre alter Deutscher. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.
Nach den Ermittlungen soll der Mann im November in Bexbach einen 58 Jahre alten Obergerichtsvollzieher erstochen haben. Der Beamte wollte in der Wohnung eine Zwangsräumung vollstrecken.
Laut Anklage griff der Beschuldigte den Gerichtsvollzieher unmittelbar nach dessen Betreten der Wohnung mit einem Jagdmesser an. Er soll mindestens 13 Mal auf Kopf und Oberkörper eingestochen haben. Die Verletzungen waren tödlich. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen und grausam gehandelt hat.
Verdacht auf psychische Erkrankung
Nach Angaben der Ermittler könnte der Mann zum Zeitpunkt der Tat unter einer krankhaften Störung aus dem schizophrenen Formenkreis gelitten haben. Er wurde zwischenzeitlich in einer forensisch psychiatrischen Klinik untergebracht.
Für das Verfahren hat das Gericht elf weitere Verhandlungstage bis Donnerstag, 21. August angesetzt. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst und eine Diskussion über die Sicherheit von Gerichtsvollziehern bei Zwangsräumungen angestoßen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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