Festnahmen bei Grenzkontrollen: Bundespolizei fasst mehrere Gesuchte
- Bei Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und Luxemburg nahm die Bundespolizei mehrere per Haftbefehl gesuchte Männer fest. Einige mussten ins Gefängnis, andere konnten ihre Geldstrafen direkt bezahlen.
- Foto: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Saarbrücken. Am Samstag, 23. Mai, hat die Bundespolizei im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen mehrere per Haftbefehl gesuchte Männer gefasst. Die Festnahmen erfolgten bei Kontrollen am Saarbrücker Fernbusbahnhof sowie auf den Autobahnen A6 und A8, wie die Bundespolizeiinspektion Saarbrücken berichtet.
Gegen 3.45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte einen grenzüberschreitenden Reisebus am Fernbusbahnhof in Saarbrücken. Ein 25‑jähriger rumänischer Staatsangehöriger konnte keine gültigen Aufenthaltsdokumente vorlegen und wurde zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle gebracht. Dort stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vorlag. Da er die Geldstrafe von 900 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er für eine 14‑tägige Ersatzfreiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Am selben Abend gegen 22.00 Uhr nahmen Beamte an einer Kontrollstelle auf der A8 den Beifahrer eines Autos mit deutscher Zulassung fest. Der 34‑jährige Rumäne war wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2.625 Euro verurteilt worden. Weil er den Betrag nicht begleichen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 87 Tagen verbüßen.
Auch am Sonntag, 24. Mai, stellten die Beamten weitere gesuchte Personen fest. Gegen 11.30 Uhr kontrollierte die Bundespolizei auf der A8 an der Grenze zu Luxemburg einen syrischen Staatsangehörigen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Betrugs vor. Durch die Zahlung von 450 Euro konnte er eine 15‑tägige Ersatzfreiheitsstrafe abwenden und weiterreisen. Kurz darauf überprüften Einsatzkräfte auf der A6 einen 26‑jährigen Afghanen als Mitfahrer in einem Fahrzeug mit französischer Zulassung. Wegen versuchter unerlaubter Einreise war er zur Festnahme ausgeschrieben. Er zahlte 590 Euro und entging damit einer 59‑tägigen Haft. Gegen 23.30 Uhr kontrollierten Beamte schließlich auf der A6 bei der Einreise aus Frankreich einen 27‑jährigen Bulgaren. Wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz lag auch gegen ihn ein Haftbefehl vor. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zahlte er 400 Euro und konnte so eine zehntägige Ersatzfreiheitsstrafe vermeiden.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |