Bewegende Aussage im Mordprozess in Saarbrücken: Witwe spricht
- Der Angeklagte steht seit dem 20. Mai vor Gericht. (Archivbild)
- Foto: Laszlo Pinter/dpa
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Saarbrücken. Im Mordprozess um einen getöteten Gerichtsvollzieher hat die Witwe des Opfers am Landgericht Saarbrücken eine eindringliche Erklärung abgegeben. Der Tod ihres Mannes habe ihr Leben vollständig verändert.
„Es ist kein Leben mehr in meinem Leben. Mein Herz und mein Haus sind voller Stille. Jeder Tag ist ein Kampf“, sagte sie vor Gericht. Ihr Wunsch sei, dass der Angeklagte „seine gerechte Strafe“ erhalte. Selbst eine hohe Strafe könne aus ihrer Sicht jedoch niemals angemessen sein.
Der Mann habe mit seiner Tat „so viele Leben zerstört“, erklärte die Witwe. Familie, Freunde und Kollegen hätten den Gerichtsvollzieher sehr geschätzt.
Gerichtsvollzieher bei Zwangsräumung erstochen
Der 58 Jahre alte Gerichtsvollzieher war im November in Bexbach im Saarpfalz Kreis getötet worden. Nach Überzeugung der Anklage griff ein 42 Jahre alter Deutscher den Beamten mit einem Jagdmesser an, als dieser eine Zwangsräumung vollstrecken wollte.
Die Witwe berichtete, ihr Mann habe niemals mit einem solchen Angriff gerechnet. Er habe für den Staat gearbeitet und für seine Familie gesorgt. „Er ist sprichwörtlich ins offene Messer gelaufen.“
Seit der Tat befinde sie sich in psychischer und psychiatrischer Behandlung und könne derzeit nicht arbeiten.
Im weiteren Verlauf des Prozesses soll noch eine Gutachterin zur möglichen psychischen Erkrankung des Angeklagten gehört werden. Anschließend könnten die Plädoyers folgen, teilte ein Gerichtssprecher mit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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