Frühe Weinlese in Rheinhessen: Rotwein profitiert
- Rotweine gehören zu den Gewinnern des Jahrgans 2026.
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Bodenheim. Für Weinfreunde zeichnet sich ein Jahrgang mit besonders kräftigen Rotweinen ab: In Bodenheim meldet das Deutsche Weininstitut sehr gesunde und reife Trauben. „Rotweine könnten die Gewinner des Jahrgangs werden“, sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in der rheinhessischen Gemeinde.
Ob Rot oder Weiß: „Viel ist schon gelesen – bis auf den Riesling.“ Die Weinlese hatte in diesem Jahr so früh begonnen wie nie zuvor. Nach Einschätzung des Instituts bleiben die Bedingungen vorerst günstig. Für die Zeit bis Samstag, 19. September werde kein kräftiger Niederschlag erwartet.
Gelesene Trauben haben laut Institut „Super-Qualität“
„Was bisher eingeholt wurde, hat eine Super-Qualität“, sagte Büscher. Für den Jahrgang ist das ein positives Signal, auch wenn die Lage je nach Weinberg deutlich unterschiedlich ist. Der Grund liegt in der Wasserversorgung. Wo es besonders trocken war, kann die Reifeentwicklung langsamer verlaufen.
Manche Weinberge brauchen deshalb noch etwas Zeit bis zur Lesereife. Das betrifft vor allem Anlagen, die unter starker Trockenheit standen. Für Winzer bleibt der richtige Lesezeitpunkt damit entscheidend.
Warum Rotwein besonders profitieren könnte
Der trockene und heiße Supersommer mit viel Sonneneinstrahlung kam nach Angaben des Instituts besonders roten Trauben zugute. Dazu zählt etwa Spätburgunder. Kleine Beeren mit vergleichsweise dicken Häuten lassen viel Aroma und Farbe erwarten.
Auch südländische Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah, die in Deutschland häufiger zu finden sind, profitieren laut Büscher von den Bedingungen. Trotz des Trends zu leichten Weißweinen wird in Deutschland noch auf rund einem Drittel der Rebfläche Rotwein angebaut, wie Büscher sagte. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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