Fußballfest in Lemberg bringt 8.000 Euro für den guten Zweck ein
- Foto: Bildquelle: Seydel
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Ein torreiches Benefizspiel, zahlreiche prominente ehemalige Profis und ein starkes soziales Engagement prägten den Fußballabend am 24.07. beim SV 1919 Lemberg. Vor rund 500 Zuschauern setzte sich die Lotto-Elf mit 20:3 gegen die Auswahl „SV Lemberg and friends“ durch. Der eigentliche Gewinner des Abends war jedoch die Heinrich-Kimmle-Stiftung aus Pirmasens, für die insgesamt 8.000 Euro gesammelt wurden.
„Wir nutzen das Geld, das aus dem Sport kommt, auch für den Sport. Es wird für unsere Sportler eingesetzt, die unter anderem bei den Special Olympics national und international unterwegs sind. Da helfen uns die 8.000 Euro enorm weiter. Vielen Dank an alle, die dieses besondere Spiel ermöglicht haben“, gibt Marco Dobrani, Stiftungsvorstand der Heinrich-Kimmle-Stiftung, einen Ausblick über die Verwendung der Spendengelder.
Die mit zahlreichen früheren Bundesliga- und Pokalspielern besetzte Lotto-Elf zeigte über die gesamte Spielzeit hinweg ihre Klasse und begeisterte die Zuschauer mit attraktivem Offensivfußball. Teamchef Edgar „Euro-Eddy“ Schmidt hob nach der Partie jedoch nicht die sportliche Qualität seiner Mannschaft hervor, sondern den besonderen Charakter des Teams. „Alle bei uns sind nett. Wäre ein Stinkstiefel dabei, würde er von der Mannschaft aussortiert“, betonte Schmidt. Die Lotto-Elf verstehe sich als Mannschaft „mit Werten“.
Bereits zur Halbzeit hatten die Gäste einen komfortablen 11:0-Vorsprung herausgespielt. Am Ende sorgten Philipp Wollscheid (4 Treffer), Marco Engelhardt (3), Dimitrij Nazarov (3), Anel Dzaka (2), Thomas Riedl (2), Dariusz Wosz (2), Matthias Scherz (2), Jochen Schröter und Michael Thurk für den 20:3-Endstand. Die Gastgeber durften sich dennoch über drei eigene Treffer freuen, die Kai Engert, Kai Schrenk und Sascha Stegner erzielten.
Für Hans-Peter Briegel stand das Ergebnis nicht im Vordergrund. Der Europameister von 1980 und Vize-Weltmeister von 1986 sprach nach der Begegnung von einem „ganz besonderen Spiel gegen eine Mannschaft mit Inklusionsspielern“. Er lobte die Gastgeber für ihren fairen Auftritt und verwies darauf, dass ihnen immerhin drei Tore gelungen seien. Kaum war sein Statement beendet, warteten bereits die nächsten Fans auf Autogramme und gemeinsame Fotos.
Auch auf der Torhüterposition hatte die Lotto-Elf prominente Namen zu bieten. In der ersten Halbzeit stand Handball-Weltmeister Henning Fritz zwischen den Pfosten. Seit mittlerweile acht Jahren sei er bei den Benefizspielen dabei und habe große Freude daran, sich für soziale Zwecke einzusetzen. „Für den guten Zweck“ im Tor zu stehen, bereite ihm viel Spaß, auch wenn „der Ball im Fußball anders fliegt und die Tore viel größer sind“. Nach dem Seitenwechsel übernahm Claus Reitmaier, der auf insgesamt 335 Bundesliga- und 104 Zweitligapartien zurückblicken kann.
Eine besondere Ehrung erhielt vor dem Anpfiff Matthias Scherz. Der ehemalige Stürmer des 1. FC Köln absolvierte in Lemberg sein 100. Spiel im Trikot der Lotto-Elf. „Ich hatte mich damals sehr gefreut, als man mich fragte, ob ich für die Lotto-Elf spielen wollte. Ich mache das mit sehr viel Spaß“, sagte Scherz, der in diesen Begegnungen bereits mehr als 300 Treffer erzielt hat. Ebenso wurde Marc-Oliver Schwartz, der Spielleiter des SV 1919 Lemberg, für sein vorbildhaftes ehrenamtliches Engagement mit einer Ehrenamtsurkunde geehrt. Die Ehrung nahmen Axel Rolland, Vizepräsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV), Reiner Ehrgott, Kreisvorsitzender des SWFV und Thomas Seiler, Mitglied der Kommission für gesellschaftliche Verantwortung im SWFV, vor.
Mit Florian Bilic wirkte auch ein CDU-Bundestagsabgeordneter nicht nur als Schirmherr, sondern auch auf dem Platz als Spieler mit. Ob politische Themen während eines solchen Spiels eine Rolle spielen? Bilic verneinte dies deutlich: „Das wird beim Fußball vollkommen ausgeblendet. Mit dem Überstreifen des Trikots kommen andere Gedanken. Das ist auch beim FC Bundestag so.“
Marc-Kevin Schaf, 1. Vorsitzender des SV 1919 Lemberg, zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Das Ergebnis auf dem Platz war zweitrangig. Entscheidend war, dass wir gemeinsam ein Zeichen für Inklusion, Gemeinschaft und soziales Engagement setzen konnten. Dass dabei 8000 Euro für die Heinrich-Kimmle-Stiftung zusammengekommen sind, macht uns als Verein sehr stolz.“
Lobende Worte fand auch Thomas Bergmann, Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbands. Er bezeichnete den SV 1919 Lemberg als Vorzeigeverein, der in vielen Bereichen nahezu professionell arbeite und sein Engagement bereits mehrfach unter Beweis gestellt habe.
„Wenn wir im Bereich des Sports solche Wege finden, den Sport mit sozialem Engagement zu verknüpfen, ist das eine tolle Sache. Das zeichnet auch Lotto Rheinland-Pfalz aus. Ein großes Kompliment an den SV Lemberg und seine Helfer, die diese Veranstaltung auf die Beine gestellt und die Spendensumme ermöglicht haben“, so Rudolf Storck, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und Stiftungsratsmitglied der Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung.
Autor:SV 1919 Lemberg aus Pirmasens-Land |
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