Kirchgarten Limburgerhof
Ein Blütenmeer im neuen Kirchgarten
- Ein wundervoller Anblick im neuen Kirchgarten
- Foto: Joachim Hegmann
- hochgeladen von Brigitte Melder
Limburgerhof. Wer von Limburgerhof-Süd zum Bahnhof eilt, kommt unweigerlich an der Protestantischen Kirche vorbei. Wo sich früher eine unscheinbare Rasenfläche hinter einer wilden Hecke versteckte, blühen nun tausende Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen in strahlenden gelben, roten und blauen Frühlingsfarben. Über 10.000 Zwiebeln wurden im vergangenen Herbst von ehrenamtlichen Gärtnerinnen und Gärtnern von 10 bis 80 Jahren in den neuen Kirchgarten gepflanzt. Fast 4.000 weitere Stauden, Rosen, Sträucher und Bäume fanden im Laufe des letzten Jahres ihren Platz in diesem blühenden Paradies.
Nach der mehrjährigen Renovierung der Kirche, die 2025 abgeschlossen war, begann im Frühjahr letzten Jahres die Neugestaltung des Gartens. Die Planung übernahm der Gartengestalter Joachim Hegmann aus Limburgerhof. Ein engagiertes Team von etwa 10 Ehrenamtlichen aus der Kirchengemeinde hat sich schon bei der Pflanzung engagiert und kümmert sich auch um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Gartens. Die Finanzierung des Projektes erfolgte unter anderem durch großzügige private Spenden und den Gemeindebauverein der Protestantischen Kirche Limburgerhof.
Der neue Kirchgarten erstreckt sich über etwa 1.000 qm und gliedert sich in drei Bereiche. Der formale Staudengarten mit zwei einladenden Sitzbänken spiegelt die Kreuzform der Kirchenfenster wider. Hier finden sich viele erlesene Pflanzen mit direktem Bezug zur Kirche, darunter die Flammenblume „Kirchenfürst“, der Strauch „Sieben Söhne des Himmels“ oder die Narzisse „Angels Whisper“.
Daran schließt sich der leicht hügelige und sandige Dünengarten an, in dem das Kirchenschiff quasi vor Anker liegt. Ein weiß-roter Rettungsring, eine Reling aus Seilen und Holzpflöcken sowie unzählige kleine Muschelschalen verstärken das maritime Gefühl von Strand, Ufer und Meer. In diesen Dünen gedeihen über 100 verschiedene Pflanzenarten, darunter auch mediterrane Gewächse, die selbst starker Sommerhitze trotzen können. Ein Senkgarten mit großen Steinblöcken lädt zum Verweilen ein.
Den Abschluss des Gartens bilde ein größerer Hügel, der mit ökologisch wertvollen Blütensträuchern und Bäumen bepflanzt ist. Darunter breiten sich wiesenartig Blütensträucher aus. Hier blühen derzeit eine Sternmagnolie und eine Felsenbirne und verleihen dem Garten eine besondere Atmosphäre.
Die naturnahe Gestaltung des Gartens mit offenen sandigen Flächen, Trockenmauern, einer Benjeshecke, Lehmwänden, Nisthilfen und vielen wertvollen heimischen Stauden und Sträuchern sollen Vögeln, Amphibien, Wildbienen, Faltern und verschiedensten Insekten einen Lebensraum bieten.
Der Garten steht allen Besuchern rund um die Uhr offen. Am 14. Juni dieses Jahres finden nach dem sonntäglichen Gottesdienst ab ca. 11.00 Uhr Führungen durch den Garten statt. (Text Joachim Hegmann)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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