Security-Einsatz im Freibad Heidelberg nach Chaos am Wochenende
- Chaotische Szenen am Beckenrand führten am Wochenende zur zeitweisen Schließung des Tiergartenbades in Heidelberg - dort soll nun Security für Ordnung sorgen. (Illustration)
- Foto: Patrick Pleul/dpa
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Heidelberg. Nach chaotischen Szenen am Beckenrand reagiert ein Freibad in Heidelberg mit neuen Sicherheitsmaßnahmen. Künftig sollen an heißen Tagen und an Wochenenden Sicherheitskräfte im Tiergartenbad eingesetzt werden. Sie sollen am Eingang und im Beckenbereich für Ordnung sorgen.
Hintergrund sind Vorfälle am Freitag und Samstag. Laut den Stadtwerken Heidelberg kam es zu Gruppen mit 10 bis 30 Jugendlichen. Diese hätten am Becken „ungewöhnlich unübersichtliche Situationen“ verursacht.
Nach Angaben einer Sprecherin schubsten sich Jugendliche gegenseitig ins Wasser. Sie jagten sich am Beckenrand, rempelten andere Badegäste an und sprangen von der Seite ins Becken. Zudem sei es laut und chaotisch geworden. Anweisungen des Bäderpersonals seien teilweise ignoriert worden. Mitarbeiter seien beschimpft worden.
Bad musste zeitweise schließen
Die Situation band zeitweise das gesamte Personal. Nur so habe die Sicherheit der übrigen Badegäste gewährleistet werden können. Das Team entschied sich deshalb an beiden Tagen, das Bad vorübergehend zu schließen.
Nach Angaben der Stadtwerke lag das Problem nicht an der Besucherzahl. Das Tiergartenbad könne an Spitzentagen bis zu 8000 Menschen aufnehmen. Am Freitag waren rund 3000 Gäste vor Ort. Am Samstag etwa 4200.
Strengere Regeln und Polizei möglich
Die Stadtwerke kündigten nun ein konsequenteres Vorgehen an. Geplant sind unter anderem folgende Maßnahmen.
- Einsatz von Sicherheitskräften an Wochenenden und bei großer Hitze
- Polizei wird bei vergleichbaren Situationen schneller gerufen
- Übersteigen von Drehkreuz oder Zaun wird angezeigt
- Platzverweise und Hausverbote bei Regelverstößen
Nach Einschätzung der Betreiber hat sich das Verhalten mancher Badegäste seit der Wiedereröffnung nach den Corona-Schließungen verändert. Regeln würden häufiger missachtet. Auch Wartezeiten würden deutlich schlechter akzeptiert als früher. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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