Mädchen erkunden ihren Stadtteil beim Jane’s Walk in Heidelberg

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten während des Jane’s Walks den jungen Frauen zu, als sie ihre Gedanken zu Orten im Stadtteil Emmertsgrund teilten, unter ihnen Bürgermeisterin Stefanie Jansen (Mitte).  | Foto: Stadt Heidelberg/Peter Dorn
  • Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten während des Jane’s Walks den jungen Frauen zu, als sie ihre Gedanken zu Orten im Stadtteil Emmertsgrund teilten, unter ihnen Bürgermeisterin Stefanie Jansen (Mitte).
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Heidelberg. Im Stadtteil Emmertsgrund haben Mädchen und junge Frauen beim ersten Jane’s Walk gezeigt, welche Orte im Alltag Sicherheit geben und welche gemieden werden. Der Rundgang lieferte wichtige Hinweise für die Stadtentwicklung und machte deutlich, wie unterschiedlich öffentlicher Raum wahrgenommen wird.

Mädchen führen durch ihren Alltag

Beim Jane’s Walk führten die Teilnehmerinnen selbst durch ihr Viertel. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Die Mädchen schilderten offen, wo sie sich wohlfühlen und wo Unsicherheit entsteht. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, stand dabei der direkte Austausch im Mittelpunkt.

Karte des Stadtteils mit klaren Botschaften

Ergänzend zum Rundgang erstellten die jungen Frauen eine Karte ihres Stadtteils. Darin hielten sie positive Orte fest, aber auch Bereiche mit Verbesserungsbedarf. Genannt wurden unter anderem bessere Nahversorgung und mehr Barrierefreiheit. Deutlich wurde, wie zentral Sicherheit, Teilhabe und Gleichberechtigung für die Nutzung des öffentlichen Raums sind:

  • Wohlfühlorte mit Aufenthaltsqualität
  • Problemorte, die gemieden werden
  • Ideen für bessere Versorgung und Zugänglichkeit

Rückhalt aus Politik und Verwaltung

Bürgermeisterin Stefanie Jansen zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mädchen. „Der Jane’s Walk liefert wichtige Erkenntnisse für eine geschlechtergerechte Stadtentwicklung – insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Teilhabe und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.“

Auch die Projektleitung von Social Meets Culture e. V. und das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg hoben die Offenheit der Teilnehmerinnen hervor. Eine Aussage der Mädchen blieb besonders im Gedächtnis. „Wenn ich ein Junge wäre, wäre das ein schöner Ort. Dann würde ich hierher kommen.“

Vorbereitung in Workshops

Dem Rundgang ging eine intensive Workshopwoche voraus. Die Teilnehmerinnen erkundeten ihren Stadtteil eigenständig und legten selbst fest, welche Themen und Orte vorgestellt werden. Der Jane’s Walk, ein weltweit bekanntes Format zur Erkundung von Stadtteilen, wurde damit erstmals in Heidelberg umgesetzt und eröffnete neue Perspektiven auf den Emmertsgrund. red

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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