Heidelberg warnt: Illegale Wasserentnahme kann Haushalte gefährden

Heidelberg warnt: Eigenmächtige Wasserentnahmen können Risiken für die Trinkwasserqualität verursachen. | Foto: Lubo Ivanko/stock.adobe.com
  • Heidelberg warnt: Eigenmächtige Wasserentnahmen können Risiken für die Trinkwasserqualität verursachen.
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Heidelberg. Stadt und Stadtwerke Heidelberg warnen nach zwei Vorfällen ausdrücklich davor, eigenmächtig Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz zu entnehmen. Hintergrund sind Aktionen mit Standrohren auf dem Wilhelmsplatz in der Weststadt am Samstag, 8. August, sowie in der Bahnstadt am Freitag, 14. August.

Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, kann der Einsatz ungeeigneter Standrohre die Sicherheit und Hygiene des Trinkwassers gefährden. Fehlen technische Sicherungen, könnte verunreinigtes Wasser in das Leitungsnetz gelangen. Betroffen wären dann auch angeschlossene Haushalte.

Warum die Entnahme problematisch ist

Nach Angaben der Stadtwerke reicht ein Rücklaufschutz oder eine Wasseruhr allein nicht aus. Entscheidend sei, dass Standrohre hygienisch einwandfrei und für den Einsatz am Trinkwassernetz zugelassen sind. Wegen des hohen Drucks in den Leitungen bestehe zudem Verletzungsgefahr.

Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain betonte, dass die Stadt gerade an heißen Tagen unkomplizierte Trinkwasserangebote schaffen wolle. Dafür dürften jedoch nur geprüfte und desinfizierte Standrohre der Stadtwerke Heidelberg verwendet werden.

  • Standrohre werden nur an bestimmte Fachbetriebe und Einrichtungen verliehen
  • Private Personen können keine Standrohre ausleihen
  • Der Anschluss muss durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen
  • Eigenmächtige Entnahmen können strafbar sein

Weitere Trinkwasserbrunnen geplant

Die Stadt kündigt an, noch in diesem Jahr weitere Trinkwasserbrunnen in Betrieb zu nehmen oder bestehende Anlagen umzurüsten. Auch am Wilhelmsplatz ist ein neuer Trinkwasserbrunnen vorgesehen. Er soll nach derzeitiger Planung zur nächsten Saison verfügbar sein.

Zusätzlich arbeitet Heidelberg im Rahmen der Task Force Hitzeschutz an weiteren Maßnahmen für heiße Tage. Dazu gehören zusätzliche Trinkwasserangebote, ein Hitzenotfallplan und weitere öffentlich zugängliche kühle Orte in der Stadt.

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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