Bundesverdienstkreuz: Heidelberger Forscher erhält höchste Anerkennung für seine Medizinforschung
- Prof. Dr. Matthias Hentze (links) erhielt von Oberbürgermeister Eckart Würzner
für seine großen Verdienste um die Wissenschaft das Bundesverdienstkreuz
verliehen. (Foto: Philipp Rothe) - Foto: Stadt Heidelberg
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Heidelberg. Mit dem Bundesverdienstkreuz ist der Heidelberger Wissenschaftler Prof. Dr. Matthias Hentze ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt Forschungen, die heute weltweit zum besseren Verständnis von Krankheiten und moderner Medizin beitragen.
Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, verlieh Oberbürgermeister Eckart Würzner die vom Bundespräsidenten ausgesprochene Auszeichnung am Donnerstag, 2. Juli, bei einer Feierstunde im Spiegelsaal des Prinz Carl.
Prof. Dr. Hentze prägt seit vielen Jahren den Wissenschaftsstandort Heidelberg. Seit 2005 wirkt er am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie EMBL in Heidelberg. Dort leitete er unter anderem als Direktor wichtige Forschungsprojekte und baute Kooperationen mit der Universität Heidelberg aus.
Forschung mit Bedeutung für Medizin und Gesundheit
Besonders bekannt ist Hentze für seine Arbeit auf dem Gebiet der RNA-Biologie und der RNA-bindenden Proteine. Seine Forschung hilft Wissenschaftlern weltweit dabei, Prozesse im menschlichen Körper besser zu verstehen.
Nach Angaben der Stadt Heidelberg gelangen ihm außerdem wichtige Entdeckungen zum Eisenstoffwechsel. Diese Erkenntnisse spielen bei verschiedenen Krankheiten eine Rolle und tragen dazu bei, Behandlungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Oberbürgermeister Würzner bezeichnete den 66-Jährigen als „Ausnahmepersönlichkeit in der deutschen Wissenschaftslandschaft“.
- Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Matthias Hentze sind RNA-Biologie und Eisenstoffwechsel
- Er ist Professor für Molekulare Medizin an der Universität Heidelberg
- Seit 2006 gehört er der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina an
- Zu seinen Auszeichnungen zählen der Leibniz-Preis und die Otto-Warburg-Medaille
Brücke zwischen Labor und Klinik
In seiner Laudatio hob Dr. Manfred Lautenschläger hervor, dass Hentze stets den Transfer von Grundlagenforschung in die klinische Medizin vorangetrieben habe. Forschung müsse den Menschen zugutekommen und dürfe nicht im „Elfenbeinturm“ bleiben.
Auch die Förderung junger Talente gehört zu seinem Engagement. Hentze unterstützte über Jahre die International Summer Science School Heidelberg. Das Programm bringt seit 1996 Schülerinnen und Schüler aus Partnerstädten mit Forschungseinrichtungen zusammen.
Prof. Dr. Hentze erklärte bei der Ehrung, die Auszeichnung sei ein wichtiges Zeichen dafür, dass die gesellschaftliche Bedeutung der Grundlagenforschung in Deutschland weiterhin anerkannt werde.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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