Patient stirbt nach Fixierung in Psychiatrie – Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach einem Polizeieinsatz im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch ist ein 34‑jähriger Patient gestorben. Staatsanwaltschaft und LKA Baden‑Württemberg ermitteln zum Ablauf der Fixierung. | Foto: fotosr52/stock.adobe.com
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Wiesloch. Im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch ist ein 34-jähriger Patient nach einer Eskalation und anschließender Fixierung gestorben. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft nun, ob sich Beteiligte strafbar gemacht haben. Nach Angaben der Ermittler kam es am späten Samstagabend gegen 23.25 Uhr auf einer Station des PZN zu einem aggressiven Verhalten des Mannes. Der 34-Jährige befand sich bereits seit mehreren Wochen freiwillig in der psychiatrischen Einrichtung.

Pflegekräfte und die zuständige Stationsärztin versuchten zunächst, den Patienten zu beruhigen. Als sich die Situation weiter zuspitzte, sollte der Mann fixiert werden. Dagegen wehrte er sich laut Behörden „mit großer Kraftanstrengung“. Daraufhin wurde die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen. Einsatzkräfte des Polizeireviers Wiesloch unterstützten das Klinikpersonal bei der geplanten Fixierung.

Während der Maßnahme kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu einem medizinischen Notfall: Der Patient kollabierte und musste reanimiert werden. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe starb der Mann wenig später in der Klinik. Sein Tod wurde um 0.34 Uhr festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen aufgenommen. Geprüft wird insbesondere, ob sich an der Fixierung beteiligte Personen wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Eine Obduktion wurde bereits angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären. Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg unter Leitung der Staatsanwaltschaft. Weitere Details veröffentlichten die Behörden wegen der laufenden Ermittlungen bislang nicht.

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Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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