Schatten, Wasser und Eis: So kommen die Tiere im Heidelberger Zoo durch die Hitzewelle

Die Jungbullen im Zoo Heidelberg haben ein Wasserbecken auf der Außenanlage und eins auf der Innenanlage.  | Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg
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  • Die Jungbullen im Zoo Heidelberg haben ein Wasserbecken auf der Außenanlage und eins auf der Innenanlage.
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Heidelberg. Während die anhaltende Hitze vielen Menschen zu schaffen macht, gehen die Tiere im Zoo Heidelberg gelassen mit den hohen Temperaturen um. Schattige Rückzugsorte, Wasserbecken und angenehm temperierte Innenanlagen ermöglichen es ihnen, die warme Witterung gut zu bewältigen. Zusätzlich sorgen Duschen und abwechslungsreiche Beschäftigungsangebote für Erfrischung. Besucher können aktuell gut beobachten, wie unterschiedlich die Tierarten mit der Hitze umgehen.

So verbringen Asiatische Elefanten die Mittagszeit entspannt im Schatten, während Alpakas eine kühlende Dusche genießen. Gürtelvaris hingegen beschäftigen sich gern mit gefrorenen Leckereien. Insgesamt führt die Wärme im Zoo vor allem zu kleinen Veränderungen im Tagesablauf, größere Sondermaßnahmen sind meist nicht erforderlich.

„Unsere Tiere können sich frei zwischen den verschiedenen Bereichen ihrer Anlage bewegen und selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. Schatten bieten Bäume, Unterstände und Innenbereiche, während Wasserstellen auf den Anlagen für zusätzliche Abkühlung sorgen – etwa bei den Elefanten, die aktuell häufig baden.

Viele Tiere sind derzeit vor allem in den kühleren Morgen- und Abendstunden aktiv und ruhen während der Mittagshitze vermehrt. An besonders heißen Tagen unterstützen Tierpfleger mit zusätzlichen Abkühlungen: Alpakas und viele Vogelarten freuen sich über eine Dusche mit dem Wasserschlauch, Beregnungsanlagen werden verstärkt genutzt und Wasserstellen häufiger aufgefüllt.

Für einige Tiere gibt es außerdem besondere Beschäftigungsangebote: sogenannte Eisbomben, in denen Obst, Fleisch oder anderes Futter eingefroren ist. Diese sind bei Braunbären und Gürtelvaris besonders beliebt. Dabei steht weniger die Kühlung im Vordergrund, sondern die Beschäftigung: Die Tiere müssen sich das Futter nach und nach erarbeiten, was sie körperlich und geistig fordert – ein wichtiger Bestandteil moderner Tierhaltung.

Auch die Mitarbeitenden passen ihren Arbeitsalltag an die Hitze an. Viele körperlich anstrengende Aufgaben werden in die frühen Morgenstunden verlegt. Für Besucher bleiben kommentierte Fütterungen und Trainings in der Regel zu den gewohnten Zeiten bestehen. Sollte es Änderungen geben, informiert der Zoo Heidelberg rechtzeitig online und vor Ort.

Die Jungbullen im Zoo Heidelberg haben ein Wasserbecken auf der Außenanlage und eins auf der Innenanlage.  | Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg
Die Gürtelvaris lieben eingefrorene Leckereien.  | Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg
Sprung ins kühle Nass: Die Braunbären kühlen sich gerne ab. | Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg
Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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