Starke bayerische Gäste können am Ende mit klasse Auftritt bezwungen werden
Ettlinger Sportkegler gewinnen souverän erstes Heimspiel der Saison

Beide Mannschaften bei der Begrüßung durch die beiden Schiedsrichter
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  • Beide Mannschaften bei der Begrüßung durch die beiden Schiedsrichter
  • Foto: SG Ettlingen
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In der 2. Spielwoche der 2. Bundesliga Süd Männer im Deutschen Keglerbund Classic (DKBC) reiste mit dem SKC Töging / Erharting der bayerische Mitaufsteiger aus dem Chiemgau nach Ettlingen an. Mit gut 380 Kilometer Fahrtstrecke stellt dies das weiteste Auswärtsspiel für die Gäste dar. Nach einer guten und staufreien Anreise und einer herzlichen Begrüßung durch die gastgebende Ettlinger Mannschaft riefen die beiden Schiedsrichter die beiden Mannschaften zur coronabedingten kurzen und knappen offiziellen Begrüßung zusammen, bevor das Spiel pünktlich um 13:00 Uhr beginnen konnte.

Im Starttrio schickten die Ettlinger zum Auftakt Andreas Wolf, Gerd Wolfring und Rainer Grüneberg auf die Bahnen, die Töginger stellten Alexander Meixner, Karlheinz Leserer und Simon Giesecke dagegen. Andreas Wolf begann stark, musste aber gleich seine erste Bahn bei 166 Kegel zu 167 Kegel denkbar knapp abgeben. Auf den drei folgenden Bahnen ließ er aber nichts mehr anbrennen und zeigte mit 641 Kegel bei 3:1 Satzpunkten einen starken Auftritt. Sein Gegner Alexander Meixner überspielte mit 606 Kegel auch die magische Marke, blieb aber am Ende ohne Punkte für seine Mannschaft. Zwischen dem Ettlinger Gerd Wolfring und dem Töginger Karlheinz Leserer entwickelte sich ein spannendes Spiel, beide Spieler schenkten sich nichts und die Ergebnisse von 652 Kegel für Gerd Wolfring und 634 Kegel für Karlheinz Leserer waren absolut bundesligareif. Gerd Wolfring behielt aber mit 2,5:1,5 Satzpunkten in diesem sehenswerten Duell am Ende die Oberhand und durfte sich somit über einen Mannschaftspunkt für Ettlingen freuen.

Auch Rainer Grüneberg konnte an diesem Tag mit 635 Kegel überzeugen und hielt somit das Ein- und Auswechselpaar Simon Giesecke und Tobias Winkler auf Distanz, das zusammen auf 561 Kegel kam. Mit 3:1 Satzpunkten holte Rainer Grüneberg letztlich den dritten Mannschaftspunkt nach Ettlingen und die Nordbadener führten somit zur Halbzeit mit den maximal möglichen 5:0 Mannschaftspunkten und hatten zudem mit 1928 Kegel zu 1801 Kegel noch einen Vorsprung von 127 Kegel herausgespielt. Somit lag man optimal auf Kurs und hatte den Sieg quasi schon in der Hand, wenn man den Vorsprung auf die Gäste auch am Ende über die Ziellinie würde bringen können.

Im Schlusstrio bekamen es nun die Ettlinger Dieter Ockert, Jörg Schneidereit und Miroslav Pesko mit den Tögingern Alexander Leserer, Stefan Siegl und Andreas Bauer zu tun. Dieter Ockert spielte an diesem Tag auf hohem Niveau, zeigte mit 648 Kegel einen starken Auftritt und holte mit klaren 4:0 Satzpunkten gegen das Aus- und Einwechselpaar Alexander Leserer und Franz Winkler letztlich den vierten Mannschaftspunkt für die Hausherren, so dass auf jeden Fall mindestens ein Unentschieden gesichert war. Jörg Schneidereit bekam es an diesem Tag mit dem stärksten Gästespieler zu tun, denn Stefan Siegl zeigte mit 646 Kegel einen bärenstarken Auftritt und sicherte mit 3:1 Satzpunkten den ersten Mannschaftspunkt für seine Mannschaft. Miroslav Pesko kam an diesem Tag mit den pfeilschnellen Bahnen nicht so richtig zurecht, blieb aber trotzdem stets in Schlagweite zu seinem Nebenmann Andreas Bauer. Erst der allerletzte Wurf entschied zugunsten des Töginger Spielers, der sich am Ende beim 2:2 nach Satzpunkten durch 568 Kegel zu 548 Kegel den zweiten Mannschaftspunkt für die Gäste sicherte. So endete das Spiel mit 6:2 Mannschaftspunkten bei 15,5:8,5 Satzpunkten siegreich für die Ettlinger und die erzielten 3717 Kegel stellten gleichzeitig eine neuen Mannschaftsbahnrekord dar, auch Gerd Wolfring schraubte mit seinen 652 Kegel den bestehenden Einzelbahnrekord nach oben.

Die Töginger Gäste können auf die erzielten 3553 Kegel (Schnitt pro Spieler knapp 593 Kegel) durchaus stolz sein, denn das Spiel sah deutlicher aus, als es letztlich endete. Wären ein paar knappe Entscheidungen, die glücklich zugunsten der Ettlinger ausgingen, anders geendet, so wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen. Aber alles in allem geht der Sieg für die Ettlinger in Ordnung, spielten sie doch kompakter und hatten vier 600er zu drei 600er bei den Gästen vorzuweisen. Mit nun ausgeglichenem Punktekonto konnte man sich auf den 7. Tabellenplatz vorarbeiten, wobei fast alle Mannschaften mit 2:2 Punkten noch nah beieinander liegen, so dass momentan die erzielten Mannschaftspunkte den Ausschlag über die Platzierung geben.

Im Anschluss an das Spiel saßen beide Mannschaften noch im Biergarten des vereinseigenen Restaurants zusammen und aßen noch gemeinsam und unterhielten sich über das Spiel, bevor sich die junge und sympathische Truppe aus Töging gemeinsam auf den langen Rückweg machte. In der gezeigten Verfassung sollten sie mit dem Abstieg am Ende der Spielrunde wohl eher nichts zu tun haben, sind sie doch gerade zu Hause eine Macht.

Nun geht es am nächsten Wochenende zum TSV Denkendorf, eine starke Heimmannschaft, wo die Trauben sehr hoch hängen. Aber man will sich auch in der Fremde gut präsentieren und wird daher dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit einem guten Auftritt kann man sich Selbstvertrauen für das nächste Heimspiel gegen die SG Wolfach / Oberwolfach holen.

Autor:

Thomas Speck aus Ettlingen

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