Große Chance auf doppelten Punktgewinn in Mörfelden liegengelassen
Das Erreichen der Relegation ist zwar immer noch möglich, aber die Hoffnung schwindet so langsam

Die Keglerklause in Mörfelden, wo das Bundesligaspiel stattfand
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  • hochgeladen von Thomas Speck

Die SG Ettlingen musste in der 16. Spielwoche der 1. Bundesliga Männer zum Tabellensechsten Olympia Mörfelden nach Hessen reisen. Die bisherigen fünf Begegnungen in der Keglerklause in Mörfelden gingen alle zugunsten der Hausherren aus, so dass die Aufgabe vor dem Spiel, die Punkte von dort zu entführen, so gut wie unlösbar schien. Allerdings hatten die Hessen mit Verletzungssorgen zu kämpfen und waren deshalb möglicherweise doch angreifbar. Man ging also mit großem Selbstbewußtsein in das Spiel, auch deshalb, weil in der Paarung SG Lampertheim gegen TV Haibach eine der beiden Mannschaften auf jeden Fall zwei Punkte erringen würde und man deshalb mitziehen musste, wollte man den Abstand zum Relegationsplatz halten.

Im Spiel über sechs Bahnen gingen für die Nordbadener Gäste Rainer Grüneberg, Dieter Ockert und Gerd Wolfring auf die Bahnen, die hessischen Hausherren stellten Sven Völkl, Dieter Nielsen und Philipp Albert dagegen. Das Spiel wogte hin und her und blieb bis zum Ende des Durchgangs offen, keine der beiden Mannschaften konnte entscheidend davonziehen. Rainer Grüneberg erzielte am Ende mit 958 Kegel ein gutes Ergebnis, musste aber Sven Völkl mit 975 Kegel vorbeiziehen lassen. Dieter Ockert, an diesem Tag gut aufgelegt, zeigte mit 1013 Kegel ein Top-Ergebnis, musste aber anerkennen, dass Dieter Nielsen mit 1030 Kegel an diesem Tag noch besser war. Gerd Wolfring spielte mit 980 Kegel auch gut auf und konnte Newcomer Philipp Albert mit 959 Kegel in Schach halten. So zeigte die Anzeige zur Halbzeit einen marginalen Rückstand von 13 Kegel an, ein Resultat, das jederzeit noch aufgeholt werden konnte.

Im Schlusspaar sollten nun Thomas Speck, Andreas Wolf und Miroslav Pesko das Spiel für die Ettlinger gegen Stephan Michel, Holger Liebold und Sascha Wetzel drehen, wohlwissend, dass dies eine Herkulesaufgabe bedeutete. Thomas Speck fand nicht so gut in sein Spiel, steigerte sich aber im Verlauf der Partie und beendete es mit guten 974 Kegel, sein Nebenmann Stephan Michel kam ebenfalls auf das gleiche Ergebnis. Andreas Wolf hatte mit 917 Kegel gegen Holger Liebold, der mit 519 Kegel wechselte und planmäßig gegen Christian Vonhof ausgewechselt wurde und zusammen mit seinem Partner auf 926 Kegel kam, das Nachsehen. Das Spiel musste sich nun also in der Partie Miroslav Pesko gegen Sascha Wetzel entscheiden. Miroslav Pesko, in seinem dritten Einsatz immer noch nervös und auf unbekannten Bahnen etwas unsicher, hielt dem Druck nicht stand und bleib mit 886 Kegel weit unter seinen Möglichkeiten. Damit hatte es Sascha Wetzel mit 948 Kegel leicht, den Sack zuzumachen und das Spiel für die Hessen nach Hause zu bringen.

Mit 5812 Kegel zu 5728 Kegel konnte Mörfelden am Ende das Spiel verdient gewinnen, obwohl die Tore für die Ettlinger weit offen standen und ein Sieg durchaus gewesen wäre. Allerdings konnte man wieder einmal die gebotenen Chancen nicht nutzen und blieb erneut in der Fremde sieglos. Wenn man solche Chancen nicht nutzt, braucht man sich absolut nicht wundern, dass man am Ende möglicherweise mit leeren Händen dasteht. Beim Blick in die Schnittlisten erkennt man, dass die SG Ettlingen den schlechtesten Auswärtsschnitt aller Mannschaften der 1. Bundesliga aufweist und da liegt auch der Schlüssel zur derzeitigen Tabellensituation.

Obwohl immer noch alles möglich ist, ist der Abstand zum Relegationsplatz auf sechs Punkte angewachsen und nur, wenn man alle vier Heimspiele gewinnen kann, besteht noch eine ziemlich kleine Hoffnung, den Relegationsplatz zu erreichen. Allerdings hat der TV Haibach auch noch drei Heimspiele und zwei Siege würden alle Hoffnungen der Ettlinger zunichtmachen, denn die beiden verbleibenden Auswärtsspiele in Eppelheim und Plankstadt dürften kaum zu einem Sieg führen, zu stark sind wohl die beiden Gegner zu Hause.

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