SG Ettlingen muss sich im fünften Heimspiel dem amtierenden Deutschen Meister beugen
Amtierender Deutscher Meister VKC Eppelheim spielt neuen Bahn- und Auswärtsligarekord in Ettlingen

Der tagesbeste Spieler, Tobias Lacher vom VKC Eppelheim, freut sich über den neuen Bahn- und Auswärtsligarekord seiner Mannschaft
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  • Der tagesbeste Spieler, Tobias Lacher vom VKC Eppelheim, freut sich über den neuen Bahn- und Auswärtsligarekord seiner Mannschaft
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Am Samstag, 10.11.2018 hatte die Ettlinger Bundesligamannschaft den amtierenden Deutschen Meister vom VKC Eppelheim zu Gast. Schon vor der Partie war klar, dass es in diesem Spiel für die Gastgeber kaum um den Sieg gehen würde, sondern nur um Schadensbegrenzung, denn die Gäste reisten mit dem stärksten Kader an und wollten demzufolge die Punkte aus Ettlingen entführen.

Allerdings taten sich die Gäste in der Startpaarung schwer, denn die beiden Ettlinger Rainer Grüneberg mit 1083 Kegel und Jörg Schneidereit mit 979 Kegel ließen gegen die beiden Eppelheimer Daniel Aubelj mit 1095 Kegel und Gunther Dittkuhn mit 1046 Kegel nur einen Rückstand von 79 Kegel zu und hielten so das Spiel noch offen.

Doch spätestens im Mittelpaar setzte sich die individuelle Klasse der Gäste durch. Der Ettlinger Andreas Wolf, der aufgrund einer Verletzung gegen Andreas Bohse ausgewechselt werden musste, spielte zusammen mit seinem Einwechselpartner 870 Kegel, zu wenig, um die Gegner zu beeindrucken. Auch der zweite Ettlinger Christian Rosche blieb mit 924 Kegel deutlich unter seinen Möglichkeiten, so dass die beiden Eppelheimer diese Schwächeperiode gnadenlos ausnutzten. Tobias Lacher zelebrierte beeindruckenden Kegelsport und brachte die Zuschauer des öfteren zum Staunen, als er wahre Neunerserien spielte. Mit 1126 Kegel wurde er zum "Mann des Matches" und sorgte mit seinem Partner Jürgen Cartharius mit 1047 Kegel dafür, dass die Gäste nach dem Mittelpaar mit 457 Kegel in Führung lagen, was natürlich schon frühzeitig den Sieg bedeutete und den Ettlingern aller Illusionen beraubte.

Im Schlusspaar wollten nun Thomas Speck und Dieter Ockert verhindern, dass die Partie vollends zum Debakel für die Ettlinger werden würde. Thomas Speck  musste allerdings nach einer starken Bahn aufgrund einer Muskelverhärtung ausgewechselt werden, zusammen mit Patrik Grün blieb das Ergebnis mit 929 Kegel deutlich zu schwach. Dieter Ockert hingegen erwischte einen tollen Tag und zeigte mit 1079 Kegel seine individuelle Klasse. Auf der gegnerischen Seite zog Marlo Bühler mit beeindruckendem Spiel mit 1091 Kegel noch an Dieter Ockert vorbei und Jan Jacobsen sprang mit 1003 Kegel auch noch über die magische Grenze, wurde aber aufgrund eines Handicaps an der Wurfhand schlechtester Eppelheimer.

Am Ende leuchtete für den amtierenden Deutschen Meister mit 6408 Kegel ein neuer Bahnrekord sowie ein neuer Auswärtsligarekord auf der Anzeige auf, die Ettlinger mussten sich mit 5864 Kegel begnügen und erhielten einen weiteren Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt. Allerdings zeigten die Gäste an diesem Tag keinen einzigen Schwachpunkt und vermochten den famosen Schlag der Bahnanlage optimal auszunutzen. Noch nie hat eine Mannschaft in Ettlingen mehr gespielt und so untermauerten die Spieler um Trainer und ehemaligem Weltmeister Theo Holzmann ihre derzeit einzigartige Ausnahmestellung im deutschen Kegelsport.

Für die Ettlinger wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt nun immer dünner, denn mit 00:18 Punkten ist das rettende Ufer inzwischen schon 10 Punkte entfernt, bei noch 12 ausstehenden Spielen. Dies bedeutet schon mindestens 5 Siege, die erzielt werden müssen. Für Sportwart Thomas Speck ist die Aussicht aufgrund der akuten Verletzungsproblematik der Ettlinger Spieler düster: "Wir laufen derzeit auf dem Zahnfleisch, mit Gerd Wolfring fehlt verletzungsbedingt unser bester Spieler, die anderen Spieler sind zum Teil angeschlagen und kämpfen sich momentan von Spiel zu Spiel. Wir wollen nun die beiden letzten Vorrundenspiele in Aschaffenburg und Neustadt noch über die Bühne bringen und dann die anstehende Winterpause nutzen, um in der Rückrunde dann zu versuchen, nochmals durchzustarten und die nötigen Punkte noch zu holen. Aber es sieht derzeit leider nicht danach aus, als wäre der Klassenerhalt noch möglich. Nur eine Energieleistung in der Rückrunde würde es uns ermöglichen, nochmals anzugreifen."

Autor:

Thomas Speck aus Ettlingen

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