„Die Eine und die Andere“ mit Martina Roth
Samstag, 26. September 2026, 19 Uhr, Ehemalige Synagoge, Bahnhofstraße 19, Deidesheim
- Martina Roth spielt Susanna und die Betreuerin
- Foto: bewegbildtheater
- hochgeladen von Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V.
„Die Eine und die Andere“, ein musikalisch-poetischer Soloabend mit Martina Roth, basiert auf dem Prosatext der jüdischen Autorin Gertrud Kolmar und der Musik des Komponisten Johannes Conen.
Eine Erzieherin nimmt eine Stelle in einem ostdeutschen Städtchen an, um ein gemütskrankes Mädchen zu betreuen. Zwei Wirklichkeitswahrnehmungen, zwei Sprechweisen treffen aufeinander, verstricken sich in Frage und Antwort. Susanna, die junge gemütskranke Frau, die sich in eine kindlich-poetische Welt zurückzieht, kämpft um einen geliebten Mann, und kein Hindernis scheint sie von diesem Ziel abhalten zu können. Dialoge, traumartige Bilder und Lieder wechseln einander ab. Entlang der träumerischen Erzählung und vertonten Gedichten entsteht im Ineinanderfließen von Musik und Schauspiel ein Geflecht voller Leidenschaft, Tragikomik und Poesie, durch das sich Martina Roth in einem virtuosen Alleingang singend und spielend bewegt. Wie die Fantasiewelt des Mädchens die Nüchternheit der Erzieherin verzaubert, wird dabei ebenso sichtbar wie die Trauer über das Verbrechen an Gertrud Kolmar, die 1894 in Berlin geboren ist und 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Sie zählt zu den bedeutenden deutschen Lyrikerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Autor:Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V. aus Wachenheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.