BriMel unterwegs
Fulminante Premiere von „Catch Me If You Can“
- Gruppenfoto der Musicalgroup
- Foto: Brigitte Melder
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Deidesheim. Nach etlichen Proben war es am Abend des 10. Mai endlich so weit, dass die Musicalgroup e.V. das Broadway-Musical „Catch Me If You Can“ auf die Bühne bringen konnten. Der Fleiß hatte sich gelohnt, denn es wurde ein unvergesslicher Abend mit hohem Besuch, nämlich dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer. Die Premiere konnte ein ausverkauftes Haus in der Stadthalle Deidesheim verbuchen.
Pressetext: Die Musicalgroup e.V. bringt das Broadway-Musical „CATCH ME IF YOU CAN“ in die Vorderpfalz. Der Verein präsentiert seit 2019 mit großem Erfolg Broadway-Musicals im Rhein-Neckar-Kreis. Mit knapp 50 Mitgliedern verkündet die Musicalgroup e.V. nach ihrem letzten Erfolg mit „SISTER ACT“ nunmehr ihre vierte große Produktion: Das Broadway-Musical „CATCH ME IF YOU CAN“ nach der gleichnamigen Krimi-Komödie von Steven Spielberg mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. Das Stück kommt durch die Musicalgroup e.V. erstmals als semiprofessionelle Produktion in die Vorderpfalz. „Wir freuen uns sehr, als erster Amateurverein der Region dieses spannende Musical auf die Bühne zu bringen“, sagt Tobias Schuster, Regisseur für das anstehende Projekt. „Der Blockbuster, auf dem das Musical beruht, sprudelt nur so vor Energie und erfreut sich nicht umsonst großer Beliebtheit.
Unser Musical greift die Essenz des Filmes gekonnt auf und ist - wie ich finde - sogar noch mitreißender.“ „Mit diesem Stück möchten wir gerne an unseren Erfolg von ‚SISTER ACT‘ letztes Jahr anknüpfen und das Publikum wieder in eine qualitativ hochwertig umgesetzte Geschichte entführen“, sagt Vereinsvorstand Dominic Konrad. Die Musicalgroup e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in der pfälzischen Gemeinde Böhl-Iggelheim. Seit über 15 Jahren präsentiert die Gruppe Bühnenprogramme mit den Schwerpunkten Musical und Filmmusik. Zuletzt spielte das knapp 50-köpfige Ensemble die Broadway-Musicals „Natürlich blond“ (2019), „Nine to Five“ (2022) und „Sister Act“ (2023). Alle bisherigen Produktionen wurden von Presse und Publikum bestens aufgenommen.
Bereits im Foyer war gute Stimmung angesagt und die Musicaldarstellerinnen und -darsteller begrüßten in ihrem schicken Flugbegleiter-Outfit die Gäste. Pünktlich hatten alle ihre Plätze eingenommen. Vereinsvorstand Dominic Konrad eskortierte den frisch eingetroffenen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer zu seinem Platz in der ersten Reihe. Bei der originellen Begrüßung mit Flughafenflair begrüßte man ihn mit den Worten, dass es ihnen eine große Ehre ist. Außerdem saßen zu diesem besonderen Tag der Bürgermeister von Deidesheim Dieter Dörr und die Weinprinzessin Anne III. im Publikum.
„Die Passagiere werden gebeten ihre Plätze einzunehmen! Schalten Sie Ihre Handys auf Flugmodus! Klappen Sie Ihre Sitze aufrecht! Wir wünschen Ihnen einen guten Flug!“ so waren die Anweisungen von Stewardess Cindy. Nun musste man nur noch abheben und sich ganz leicht und beschwingt fühlen, was absolut nicht schwerfiel. Für den Musikgenuss im Orchestergraben sorgte Dirigent Timo Degen mit seinen Musikerinnen und Musikern; da saß jeder Ton. Weltklasse!
Verfolgungsjagd durch das Publikum auf die Bühne, um den Betrüger zu ergreifen. Am heutigen Abend hatte Christian Dristram diese Hauptrolle von Frank Abagnale Jr. (am nächsten Wochenende sollte Sascha Soh die Rolle übernehmen). Die Rolle des FBI-Verfolgers Carl Hanratty hatte Stefan Faust übernommen. Er und alle anderen Hauptdarsteller werden am nächsten Wochenende ausgetauscht. Aber egal, wer dort oben auf der Bühne stand, sie waren einfach super, hatten ausdrucksstarke Stimmen und die schauspielerische Leistung war hervorragend.
Nach der Pause spielte sich das Stück im Krankenhaus ab, wo Frank praktisch wie die Jungfrau zum Kind zum Arzt mutierte und sich hier in die Krankenschwester Brenda Strong, gespielt von der bezaubernden Silva Kutsch, verliebte. Seine getrenntlebenden Eltern machten ihm psychisch zu schaffen und der Kommissar war ihm auf den Fersen. Als er seine Schwiegereltern in Spe besuchte, wurde er aufgefordert, ein lutherisches Gebet zu sprechen, da er vorgab Lutheraner zu sein. Er erzählte die süße Geschichte, die ihm sein Vater beigebracht hatte. Die Geschichte mit der Maus, die in einem Milchglas saß und so schlau war, zu strampeln, was das Zeug hielt, so dass die Milch zu Butter wurde und sie so aus dem Glas steigen konnte. Er änderte sich von nun an, wollte eine Familie gründen und erzählte die Wahrheit.
Das Szenenbild vom Beginn zeugte davon, dass sich der Kreis nun geschlossen hatte und die Verhaftung anstand. „Goodbye zu all dem Lug und Trug“. Das Ensemble kehrte durch die Zuschauerreihen zurück zur Bühne, wo das große Finale stattfand. Stehender Applaus und Jubelrufe, so dass man Gänsehaut bekam. Jeder einzelne auf der Bühne spürte, dass diese Aufführung sehr gut angekommen war. Vorbei ging es am Ministerpräsidenten, der jeder und jedem die Hand schüttelte. Anschließend wurde im Foyer und außen gefeiert, was das Zeug hielt. Am kommenden Wochenende geht es noch drei Mal auf die Bühne. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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