Interview mit Horst Heller
„Ein Fach mit Zukunft – wenn wir als Community denken“

Horst Heller leitete 14 Jahre lang das RPZ in St. Ingbert und prägte den Religionsunterricht im Saarland und darüber hinaus entscheidend mit. | Foto: Amt für Religionsunterricht | Evangelische Kirche der Pfalz
  • Horst Heller leitete 14 Jahre lang das RPZ in St. Ingbert und prägte den Religionsunterricht im Saarland und darüber hinaus entscheidend mit.
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Von 2011 bis 2025 war Horst Heller das Gesicht des Religionspädagogischen Zentrums (RPZ) in St. Ingbert. Als kirchlicher Beauftragter für den Religionsunterricht organisierte er Fortbildungen, betreute eine umfangreiche Fachbibliothek und brachte digitale Projekte voran. Jetzt verabschiedet er sich in den Ruhestand – und blickt im Gespräch auf seine Zeit zurück, teilt Erfahrungen und formuliert klare Wünsche für die Zukunft des Religionsunterrichts.

„Religionsunterricht muss sich heute behaupten“

Welche Entwicklungen hast Du in über 40 Jahren Religionsunterricht erlebt?

In meiner Ausbildungszeit unterrichtete ich an Haupt-, Grund- und Berufsschulen, später zwölf Jahre als Schulpfarrer an einem Gymnasium. In St. Ingbert kamen Religionsstunden an mehreren Grundschulen und einem Gymnasium hinzu.
Der Religionsunterricht hat sich in den verschiedenen Schularten unterschiedlich entwickelt – eines ist aber überall gleich: Er ist heute kein selbstverständliches Puzzleteil schulischer Bildung mehr, sondern muss sich auf dem „Marktplatz der Bildungsangebote“ behaupten.
Ich bin zuversichtlich, dass er auch künftig gesehen und geschätzt wird. Und ich freue mich, dass ich gemeinsam mit vielen Kooperationspartner*innen ein wenig dazu beitragen konnte, ihn auf diese neue Situation vorzubereiten.

„Qualitätsoffensive statt Rückzug“

Was sind Deine Zukunftsvisionen für den Religionsunterricht?

„Denke ich an RU in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ – Ganz so dramatisch wie bei Heinrich Heine ist es nicht, aber Sorgen mache ich mir schon. Vor allem, weil die gefühlte Unsicherheit über die Zukunft des Faches die Zahl der Studienanfänger*innen sinken lässt.
Natürlich braucht der Religionsunterricht neue ökumenische Impulse und strukturelle Veränderungen. Wichtiger ist aber eine Qualitätsoffensive, verbunden mit einer didaktischen Weiterentwicklung.
Ein Fach, das junge Menschen noch mehr als bisher zum Nachdenken über die großen Fragen des Lebens bringt, wird nicht so schnell an den Rand gedrängt. Deshalb wünsche ich mir, dass sich Religionslehrkräfte noch stärker als Community verstehen.

„Teamarbeit in Reinform“

Wie wirst Du den Ruhestand verbringen?

Wenn ich das wüsste! In meiner saarländischen Zeit habe ich echte Teamarbeit erlebt. Von den mehr als 100 didaktischen Projekten in 14 Jahren habe ich vielleicht fünf Prozent allein erarbeitet. Alles andere entstand in kleinen, engagierten Teams.
Diese kurzen Wege und vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten werde ich vermissen. Umso mehr freut es mich, dass in St. Ingbert die Arbeit unter dem Dach des neuen Evangelischen Schulreferats Saarland weitergeht – mit einem neuen Team und frischen Ideen.
Und ich selbst? Ich bleibe auch im Ruhestand ein reflektierter Religionspädagoge.

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Mehr erfahren:
📌 Religionsunterricht, Fortbildungen & Materialien:
www.religionsunterricht-pfalz.de
📌 Blog von Horst Heller: www.horstheller.wordpress.com

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Autor:

Nadja Donauer aus Kaiserslautern

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